Firefox erhält Komplett-Ausschalter für "KI-Funktionen"

02. Febr. 2026 11:00 Uhr - Redaktion

Den Nutzer bei den sogenannten "KI-Funktionen" - dem Hype-Marketingbegriff dieser Jahre - in den Mittelpunkt stellen statt zu bevormunden oder zu gängeln - diesem Ansatz folgt im Browser-Segment nicht nur Vivaldi, sondern auch Firefox. Mit der Version 148 erhält der quelloffene Mozilla-Browser einen separaten Einstellungsbereich für "KI-Funktionen" mitsamt der Möglichkeit, diese Funktionalität mit einem Klick komplett abzuschalten.

Schon jetzt bietet Firefox diverse "KI-Funktionen" rein optional an. Künftig wird es noch einfacher sein, diese separat zu verwalten und zu aktivieren - oder eben komplett abzuschalten. Wer beispielsweise die Firefox-Übersetzungsfunktion, die rein lokal auf dem Gerät mit einem kleinen Sprachmodell läuft, nutzen möchte, den Rest jedoch nicht, kann dies in Firefox künftig fein steuern. Firefox 148 soll gegen Monatsende erscheinen.

Der Mozilla-Experte Sören Hentzschel schreibt dazu: "Darüber hinaus bietet Firefox 148 auch noch einen globalen Schalter zum Ein- und Ausschalten von KI-Funktionen an. [...] Hierüber können alle KI-Funktionen mit einem Mal deaktiviert werden – und damit auch sämtliche KI-Funktionen, die es noch gar nicht gibt und erst irgendwann in der Zukunft dazu kommen werden. Wird die globale Einstellung genutzt, wird darüber hinaus auch die Erweiterungs-Schnittstelle für KI-Funktionen abgeschaltet."

 
Firefox
 
Web-Browser Firefox: Version 148 erhält Komplett-Ausschalter für "KI".
Bild: Mozilla.

 

Damit unterscheidet sich Firefox wohltuend von anderen Browsern, bei denen die sogenannten "KI-Funktionen" zunehmend standardmäßig aktiviert sind ohne den Nutzer zu fragen bzw. sich zum Teil gar nicht mehr oder nur äußerst umständlich abschalten lassen (von "Geschäftsmodellen" KI-basierter Browser auf Abo-Basis gar nicht erst zu reden).

Auch wenn es in den letzten Jahren durch die "KI"-Dauerbeschallung seitens der Hersteller vielleicht etwas in Vergessenheit geraten ist: Die Entscheidung darüber, welche Funktionen und Dienste man nutzen möchte, sollte IMMER beim Anwender liegen. Eine Art "Betreutes Bedienen" können die Hersteller für ihre Produkte bzw. Browser freilich anbieten - nur sollte es immer dem Nutzer vorbehalten bleiben, ob er davon Gebrauch macht. Man wird in dieser Hinsicht sehen, wie sich Apple in Zukunft verhalten wird und ob "Apple Intelligence" auch künftig komplett abschaltbar sein wird oder ob Apple Microsofts dunklen Pfaden folgen wird (Stichwort Copilot-"Beglückung").