iOS 11.3: Apple erläutert neue Funktion "Batteriezustand"

07. Feb 2018 13:00 Uhr - Redaktion

Mit der gestern erschienenen zweiten Betaversion von iOS 11.3 hat Apple das im Januar angekündigte Feature "Batteriezustand" verfügbar gemacht - inklusive der Möglichkeit, die Prozessordrosselung bei alten Akkus abzuschalten. In einem jetzt veröffentlichten Support-Dokument erläutert der Hersteller detailliert die Hintergründe.

Die neue Funktion ist ab iOS 11.3 in den Einstellungen unter Batterie => Batteriezustand zu finden. Dort wird die verfügbare Restkapazität in Prozent angezeigt und über die Leistungsverwaltung informiert. Wurde infolge eines schwachen, ausgezehrten Akkus die Prozessordrosselung eingeschaltet, erscheint folgender Hinweistext:

"Dieses iPhone wurde plötzlich heruntergefahren, weil die Batterie nicht die erforderliche Höchstleistung erbringen konnte. Das Batterieleistungsmanagement wurde angepasst, um das in Zukunft zu vermeiden." Durch Antippen auf "Deaktivieren" kann die CPU-Drosselung abgeschaltet werden. Dazu schreibt der Hersteller:

 
Neue Funktion Batteriezustand in iOS 11.3
 
iOS 11.3: Abschaltung der CPU-Drosselung bei alten Akkus möglich.
Bild: Apple.

 

"Wenn Sie die Leistungsverwaltung deaktivieren, können Sie sie nicht wieder aktivieren. Sie wird automatisch erneut aktiviert, falls sich das Gerät wieder unerwartet ausschaltet. Dann steht auch die Option zum Deaktivieren wieder zur Verfügung."

Bei einem sehr schlechten Akkuzustand erfolgt die Empfehlung für einen Austausch des Energiespeichers, der direkt von Apple oder von einem autorisierten Apple-Service-Provider durchgeführt werden kann. Die Kosten dafür (außerhalb der Garantie bzw. ohne AppleCare+) wurden bis Jahresende von 89 auf 29 Euro reduziert.

Ebenfalls interessant: Laut Apple bieten die aktuellen iPhones ein verbessertes Energiemanagement, "mit dem iOS ein unerwartetes Ausschalten präziser prognostizieren und vermeiden kann. Daher sind die Auswirkungen der Leistungsverwaltung auf dem iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X unter Umständen weniger groß."

Kommentare

Und nicht erst Geheimniskrämerei, dann Mega-Shitshorm und dann öffentlich alles zugeben.

Der Mechanismus an sich ist ja durchaus gut gemeint. Hätte Apple von Anfang an mit offenen Karten gespielt, wäre der ganze Zirkus erst gar nicht aufgekommen.

So wie der Mechanismus jetzt ist (ab iOS 11.3), hätte er von Anfang an implementiert werden müssen, also mit ausführlicher Erläuterung zum Thema chemisches Altern von Akkus, mit Hinweis zur Drosselung bei Leistungsspitzen zur Verhinderung einer Sofortabschaltung und eben der Möglichkeit zur Deaktivierung der Drosselung auf ausdrücklichen User-Wunsch.

Und wer sagt mir, ob die Ermittlung des Akku-Zustands korrekt ist?

Kannst ja separat mit coconutBattery oder vergleichbaren Tools den iPhone-Akkuzustand mit dem Mac auslesen. Dann siehst du, ob die Apple-Angabe passt oder nicht.