Das Ende einer Ära: Apple hat den Mac Pro vom Markt genommen. Nach zwei Jahrzehnten - das erste Modell erschien im Sommer 2006 auf Basis von Intel-Xeon-Prozessoren (und löste damals den Power Mac G5 ab) - verschwindet die teuerste Mac-Baureihe nun. Unter dem Strich ist Apples Entscheidung wenig überraschend: Der deutlich günstigere Mac Studio hatte dem Mac Pro längst den Rang abgelaufen.
Der Mac Pro ist seit dieser Nacht nicht mehr auf der Apple-Webseite zu finden und kann dort nicht mehr bestellt werden. Zuletzt wurde der High-End-Desktop vor fast drei Jahren, im Sommer 2023, aktualisiert. Seitdem wurde die Hardware unverändert angeboten - bis gestern. Nachdem der Mac Pro im vergangenen Jahr nicht aufgefrischt wurde - im Gegensatz zum Mac Studio -, deutete sich bereits an, dass die Baureihe womöglich vor dem Aus steht. Jetzt hat Apple Fakten geschaffen.

Bild: Apple.
Apples Mac-Produktangebot besteht nun aus den folgenden Produktreihen:
Desktops
• Mac Studio (M3 Ultra/M4 Max)
• Mac mini (M4/M4 Pro)
• iMac (M4)
Notebooks
• MacBook Pro (M5/M5 Pro/M5 Max)
• MacBook Air (M5)
• MacBook Neo (A18 Pro)
Einst war der Mac Pro das Aushängeschild der Desktop-Sparte - bis der Mac Studio im Jahr 2022 eingeführt wurde. Der Mac Studio erfreute sich von Beginn an einer größeren Beliebtheit als der Mac Pro, hauptsächlich aufgrund der deutlich niedrigeren Einstiegspreise. Das Modell mit M4 Max gibt es im Handel ab etwa 2000 Euro, die Konfiguration mit M3 Ultra ab etwa 4100 Euro. Zum Vergleich: Für den Mac Pro musste man mindestens 8000 Euro hinblättern.
Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Apple den Mac Studio auf die nächste Prozessorgeneration umstellen wird. Zwar punktete der Mac Pro mit Steckplätzen für PCIe-Karten (Netzwerk; Audio- und Videoproduktion), die sich jedoch am Mac Studio kostengünstig via PCIe-Thunderbolt-Gehäusen anbinden lassen - dank Thunderbolt 5 mit ordentlicher Bandbreite.
Nicht zu unterschätzen im Desktop-Segment ist der Mac mini, den Apple seit dem Jahr 2023 auch mit Pro-Prozessor anbietet - was für viele Anwendungsbereiche mehr als genügend Leistung darstellt. Auch beim Mac mini steht über kurz oder lang die nächste Produktauffrischung an (was natürlich ebenso für den iMac gilt, der weiter Bestandteil von Apples Angebot ist – für Anwender, die ein All-in-One-Design favorisieren).
