Pro Tools, Sibelius und Audio-Interfaces: Avid nennt keinen Termin für Unterstützung von macOS Mojave

10. Okt. 2018 17:30 Uhr - Redaktion

Der auf Video- und Musikproduktionslösungen spezialisierte Hersteller Avid hat sich zur Kompatibilität mit macOS Mojave geäußert. Demnach wird momentan kein einziges Hard- oder Softwareprodukt des US-Unternehmens unter dem neuen Mac-Betriebssystem unterstützt.

Nutzer der Digital-Audio-Workstation Pro Tools, der Notationssoftware Sibelius, des Videobearbeitungsprogramms Media Composer oder eines Audio-Interfaces von Avid müssen sich offenbar noch längere Zeit gedulden, bis sie auf macOS Mojave wechseln können. Denn in einem Support-Dokument macht der Hersteller keinerlei Angaben, wann mit der Unterstützung des neuen Betriebssystems zu rechnen ist.

 
macOS Mojave
 
macOS Mojave: Avid-Produkte noch nicht zertifiziert.
Bild: Apple.

 

Laut Avid bestehen bei mehreren Produkten derzeit Probleme beim Betrieb unter macOS Mojave. Beispielsweise stürzt das Programm EuControl beim Start ab. Zu Pro Tools schreibt der Hersteller:

"Initial testing of Pro Tools with macOS 10.14 has shown serious problems with CPU performance at lower buffer sizes. Avid is working to find a resolution for this problem. It is recommended that users refrain from updating to 10.14 until further notice. If you have to use 10.14 then make sure to avoid lower buffer sizes (64 samples or lower at 48kHz, 128 samples or lower at 96kHz, 256 samples at 192kHz)."

Nutzer von Avid-Produkten sollten daher vorerst bei macOS High Sierra oder einer älteren, von Avid unterstützten Systemversion bleiben.

Kommentare

echt jetzt? Logic verwendet die gleichen Buffer auf den gleichen Rechnern. Aber  Avid bekommt nichts auf die Kette. Wahrscheinlich liegt das Problem bei der ausgefuchsten Copy Protection. Sorry, musste sein. 

Avid hat eine Core Audio Kernel-Extension, mit der man u.a.  alle vorhandenen Audio-Interfaces gleichzeitig nutzen kann. Obwohl ich weiter mit Logic arbeite, finde ich diese Software sehr praktisch. Ich kann mir schon vorstellen, das dies für Entwickler kompliziert ist, und viel Arbeit macht. Was ich bei Avid sehr schön finde - und daran könnte sich Apple mal ein Beispiel nehmen: als Lizenznehmer hat man Zugang zu sämtlich erschienenen Vorgängerversionen des Softwarepaketes.