Update für quelloffene Firewall-Software LuLu erschienen

28. Okt. 2026 12:00 Uhr - Redaktion

Der Entwickler und Sicherheitsforscher Patrick Wardle hat die kostenlose, quelloffene Firewall-Software LuLu in der Version 4.5.4 herausgegeben. Neu sind eine Protokollierung blockierter Verbindungen, Verbesserungen für die Handhabung von DNS-Abfragen sowie weitere Änderungen.

Das ab macOS Catalina 10.15 lauffähige LuLu blockiert ausgehende Internetverbindungen, sofern diese nicht ausdrücklich vom Anwender genehmigt werden. Damit empfiehlt sich das mehrsprachige Programm als Ergänzung zur Programm-Firewall von macOS, die sich um eingehende Verbindungen kümmert. LuLu unterstützt das Anlegen von Profilen mit unterschiedlichen Netzwerkregeln für unterschiedliche Aufenthaltsorte oder Einsatzzwecke.

Mit der zur Monatsmitte veröffentlichten Version 4.5.2 hat das Programm Unterstützung für das "Liquid Glass"-Oberflächendesign (ab macOS 26) sowie verschiedene Optimierungen erhalten.

 
LuLu
 
Der Netzwerkmonitor der kostenlosen Firewall-Software LuLu.
Bild: Patrick Wardle.

 

Das quelloffene LuLu basiert auf Apples Network Extension Framework. "LuLu nutzt das neue Netzwerkerweiterungs-Framework von Apple. Da Apple weiterhin die Stabilität dieses Frameworks verbessert, wird empfohlen, vor der Installation von LuLu auf die neueste Version von macOS zu aktualisieren", erläutert Wardle. Wie bei jedem Open-Source-Projekt können Anwender auch bei LuLu Verbesserungsvorschläge und Problemberichte via GitHub veröffentlichen.

"In der heutigen vernetzten Welt ist es selten, dass eine Anwendung oder ein Schadprogramm nicht mit einem Remote-Server kommuniziert. [...] Die integrierte Firewall von Apple blockiert nur eingehende Verbindungen. LuLu wurde entwickelt, um ausgehende Verbindungen zu erkennen und zu blockieren, z. B. solche, die von Malware erzeugt werden, wenn die Malware versucht, eine Verbindung zu ihrem Command & Control-Server herzustellen, um Aufgaben zu erfüllen oder Daten zu exfiltrieren", so der Entwickler.

LuLu bietet einen stillen Modus, bei dem es keine Notifikationen gibt, und lässt sich über ein systemweites Menü temporär deaktivieren. Auf Wunsch können Apple-Programme sowie alle bereits vorhandenen Anwendungen bei der Installation für die Firewall freigeschaltet werden. Die ausführliche Dokumentation bietet der Entwickler auf seiner Web-Seite an.

Weitere Mac-Programme von Wardle sind die Anti-Malware-Tools KnockKnock und BlockBlock sowie der Systemmonitor TaskExplorer.