LibreOffice: Update beseitigt Absturzursache unter macOS 27 und weitere Probleme

29. Okt. 2026 14:00 Uhr - Redaktion

LibreOffice, die sympathisch-quelloffene Bürosoftware ohne Cloud- und Account-Zwang und ohne aufgedrängte "KI"-Funktionen, ist in der Version 26.8.2 erschienen. Das zweite Update für die neue Versionsreihe 26.8 bietet laut der Document Foundation mehr als 70 Problembehebungen für Stabilität, Dateikompatibilität (Word, Excel, PDF, RTF...), Benutzeroberfläche sowie die Darstellung und Bearbeitung von Inhalten.

Die Document Foundation teilte mit: "Es wurden mehrere Abstürze und Programmstillstände behoben, darunter ein Absturz beim Start unter macOS 27, Abstürze in Writer bei der Verwendung der Autokorrektur in Textfeldern, ein Programmstillstand beim Öffnen des Zeichendialogs für ausgewählte Formularsteuerelemente sowie ein Absturz in Impress beim Scrollen durch Folien während der Medienwiedergabe. [...]

Die Kompatibilität mit älteren Microsoft Office-Dateien wurde verbessert: DOC-, PPT- und XLS-Dokumente, die im Compound File Binary-Format der Version 4 gespeichert wurden und zuvor nicht geladen werden konnten oder als unlesbarer Text geöffnet wurden, werden nun korrekt importiert. Calc bietet nun Unterstützung für Web-Query-Dateien (.iqy) und behebt einen in LibreOffice 26.8.0 aufgetretenen Regressionsfehler, bei dem relative Blattverweise beim Kopieren eines Blattes als absolute Verweise behandelt wurden.

Die Silbentrennung wurde mit neuen Optionen verfeinert, um die Silbentrennung in der Nähe der Grenzen von zusammengesetzten Wörtern zu begrenzen. Zudem wurden ein Regressionsfehler bei der Silbentrennung sowie ein Problem bei der Darstellung von geschützten Bindestrichen auf Apple-Silicon-Macs behoben, was den Fokus auf Typografie und Schriftsysteme unterstreicht, der LibreOffice 26.8 auszeichnet. Weitere Korrekturen betreffen den neuen Farbwähler, Benutzeroberflächen mit Schreibrichtung von rechts nach links, Barrierefreiheit sowie Python-Konfigurationsfehler nach einem Upgrade."

 
LibreOffice
 
LibreOffice 26.8.2 mit zahlreichen Fehlerkorrekturen erschienen.
Bild: Document Foundation.

 

Das ab macOS Big Sur 11 lauffähige LibreOffice 26.8.2 steht in zwei Ausführungen für Intel- und Apple-Silicon-Macs zum Download bereit, das deutsche Sprachpaket muss wie gewohnt separat heruntergeladen und installiert werden. Der Versionszweig 26.8.x wird bis zum Frühjahr 2027 mit Aktualisierungen versorgt. Die vorherige Hauptversion LibreOffice 26.2.x erhält demnächst eine letzte Aktualisierung.

In dem Open-Source-Softwarepaket sind Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsmodul, Datenbank, Zeichenprogramm und Formeleditor enthalten. Zur Nutzung der Datenbank wird zusätzlich Java benötigt. LibreOffice ermöglicht das Öffnen und Speichern von Dokumenten in den Formaten von Microsoft Office (jedoch besteht aufgrund der proprietären Microsoft-Formate keine 100%ige Kompatibilität).

LibreOffice zeichnet sich durch einen großen Funktionsumfang aus, unterstützt den Import von vielen alten Dateiformaten und wird von einer breiten Community an Entwickler, Testern, Übersetzern, unterstützenden Firmen und weiteren Freiwilligen getragen. Aufgedrängte "KI"-Funktionen gibt es nicht. "LibreOffice lehnt KI nicht von vornherein ab, [...] wird jedoch keine Funktion in die Standardkonfiguration aufnehmen, solange diese nicht unter den vom Projekt festgelegten Bedingungen und im Einklang mit dessen Grundsätzen bereitgestellt werden kann", so das Projekt.

Die deutschsprachige Dokumentation ist auf dieser Web-Seite zu finden. Für LibreOffice gibt es zahlreiche Erweiterungen mit zusätzlichen Funktionen.