Mit hohem Tempo wird seit einigen Monaten OpenLogi entwickelt. OpenLogi ist ein Open-Source-Projekt mit dem Ziel, eine native und schlanke Software zur Konfiguration von Logitech-Eingabegeräten bereitzustellen, ganz ohne Account-Zwang und ohne Telemetrie. OpenLogi wird mit der speichersicheren Programmiersprache Rust entwickelt und liegt für macOS, Linux und Windows vor.
Mit der zur Wochenmitte veröffentlichten Version 0.9.0 hat OpenLogi wieder mehrere Neuerungen erhalten: "Flow: Wechseln Sie zwischen Computern. Koppeln Sie zwei Computer, auf denen OpenLogi läuft, und der Mauszeiger sowie die Tastatur folgen Ihnen über den Bildschirmrand hinweg, wobei der Host-Wechsel automatisch für Sie übernommen wird.
Ein überarbeiteter Aktionsring. Zielen Sie in eine Richtung, anstatt einen Slot exakt zu treffen; halten Sie den Auslöser gedrückt und lassen Sie ihn los, um eine Auswahl zu treffen; wählen Sie pro Gerät einen kleinen, mittleren oder großen Ring aus; die Slots schweben nun durchscheinend mit Beschriftungen, die bis über den Rand hinausragen.
Momentum-Scrolling im Stil der Magic Mouse. Optionales Gleiten pro Gerät für ein frei drehendes, geglättetes Rad, mit einstellbarer Entfernung pro Raststufe, Gleitform, Höchstgeschwindigkeit, Länge und Wiederholungsbeschleunigung. Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Benutzeroberfläche. Sichtbare Fokusringe, benannte Symbolschaltflächen, Esc schließt Dialoge, Strg-Tastenkombinationen außerhalb von macOS und insgesamt besserer Kontrast."
Zahlreiche Detailverbesserungen und Problembehebungen runden die Aktualisierung ab. Bereits zuvor hat das Programm mit der Versionsreihe 0.8.x viele Optimierungen und Fehlerkorrekturen erhalten. OpenLogi stößt auf große Resonanz, wie sich an der hohen Zahl an Rückmeldungen (Problembehebungen und Verbesserungsvorschläge) auf GitHub erkennen lässt.

Bild: openlogi.org.
OpenLogi läuft native auf Macs mit Apple- und Intel-Prozessor, die minimal benötigte macOS-Version wird nicht genannt. Die Software unterstützt auch Aktionsringe und Logitech-Webcams. Wichtig: Die gleichzeitige Nutzung von OpenLogi und Options+ ist nicht möglich. Die Entwickler betonen, dass derzeit intensiv an der Software gearbeitet wird, es Stabilitätsprobleme geben könnte und sich Funktionsumfang und Konfigurationsoptionen noch ändern können. Wie bei jedem quelloffenen Projekt gilt: Die Entwickler freuen sich über Verbesserungsvorschläge, Problemberichte und aktive Mitarbeit.
Selbstbeschreibung des Projekts: "Tasten neu belegen, DPI und SmartShift steuern und Profile je nach App wechseln – ganz ohne Logitech-Konto, Telemetrie oder die offizielle 'Options+'-Installation. Keine Cloud, reine TOML-Konfiguration; die einzigen Netzwerkaufrufe sind das Abrufen von Geräte-Images und eine optional aktivierbare, standardmäßig deaktivierte Update-Prüfung.
OpenLogi kommuniziert mit Logitech-HID++-Mäusen über einen Logi Bolt-Empfänger – oder eine direkte Bluetooth- bzw. kabelgebundene Verbindung –, ohne dass Logi Options+ ausgeführt werden muss. [...] Welche Mäuse werden unterstützt? MX Master 4, 3S und 3, MX Anywhere 3, Signature M650 und Ergo M575 – über einen Logi Bolt- oder Unifying-Empfänger, direkt über Bluetooth oder USB. Bei kabelgebundenen Tastaturen der G-Serie lässt sich die RGB-Beleuchtung steuern."
