Die Musikindustrie in Deutschland befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 2,42 Milliarden Euro. Der Digitalanteil liegt mittlerweile bei mehr als 85 Prozent, dank des Booms bei Streaming-Anbietern wie Apple, Amazon, Spotify und YouTube. Ungeachtet dessen legte Vinyl weiter zu. Das gab der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) bekannt.
Der BVMI teilte mit: "Wie in den vergangenen Jahren war auch 2025 das Musik-Streaming Treiber der Entwicklung, der Handelsumsatz wuchs hier um 4,1 Prozent auf 84,4 Prozent der Brancheneinnahmen, damit erzielte Streaming allein mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz. Der Split zwischen physischem (CDs und Vinyl) und digitalem (Streaming und Downloads) Geschäft liegt in Deutschland nun bei 14,2 Prozent zu 85,8 Prozent.
Das physische Marktsegment gab insgesamt um 5,9 Prozent nach und erlöste 345 Mio. Euro. Innerhalb des Segments wiederum konnte Vinyl auch im vergangenen Jahr wachsen (+2,8 %); mit einem Anteil von 44,2 Prozent am physischen Markt hat die Schallplatte die CD aber trotz eines Rückgangs um 11,3 Prozent noch nicht eingeholt. Die CD war also auch 2025 das zweitstärkste Umsatzsegment."
Bei den Musikstreaming-Diensten gilt Spotify als weltweiter Marktführer mit rund 750 Millionen aktiven Hörern, gefolgt von Anbietern wie Apple Music, Amazon und YouTube.

Bild: BVMI.
Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI, weist auf neue Herausforderungen durch KI-generierte Musik hin: "Angesichts der zunehmenden KI-Durchdringung aller Branchensegmente gilt unser Interesse in besonderem Maß dem Ausbau des digitalen Lizenzgeschäfts, basierend auf einem starken Urheberrecht, das nicht verwässert werden darf. Wir sind als Musikbranche in einer sehr herausfordernden Phase, in der unsere Mitglieder eine zentrale Rolle spielen.
In dem aktuellen Umfeld ist es wichtig, dass wir gemeinsam noch intensiver die tiefgreifenden Veränderungen des Musicbusiness erklären. Dies in einer Zeit, in der musikalischer 'Spitzensport' auf musikalischen 'Breitensport' und nun auch immer mehr KI-generierte Inhalte trifft und der Wettbewerb um Aufmerksamkeit konstant weiter zunimmt. Es wird auch in Zukunft für uns darum gehen, die (markt)wirtschaftlichen Zusammenhänge unserer Industrie zu erklären, insbesondere, was Struktur und Charakter der Partnerschaftsmodelle rund um nachhaltige Erfolge von Künstlerinnen und Künstlern betrifft. Dabei gilt es, vor allem auch die Chancen, die der aktuelle Musikmarkt bietet, im Blick zu behalten."
