Google hat den marktführenden Web-Browser Chrome in der Version 147 zum Download bereitgestellt. Normalerweise werden mit jeder neuen Hauptversion mehrere Sicherheitslücken behoben, bislang hat der Hersteller aber zu Chrome 147 diesbezüglich keine Informationen herausgegeben. Zum Vergleich: Mit der vorherigen Hauptversion 146 wurden 29 Schwachstellen korrigiert.
Mit Chrome 147 wird Unterstützung für vertikale Tabs schrittweise eingeführt, d. h. die Neuerung ist noch nicht sofort für alle Nutzer verfügbar. Dazu Google: "Je nach Ihren Vorlieben haben Sie nun die Möglichkeit, in Chrome vertikale Tabszu verwenden. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf ein beliebiges Chrome-Fenster und wählen Sie 'Tabs vertikal anzeigen'.
Indem Sie Ihre Tabs an den Rand Ihres Browserfensters verschieben, können Sie die vollständigen Seitentitel lesen und Tabgruppen mühelos verwalten – selbst wenn die Anzahl Ihrer Tabs zweistellig ist. Dieses Layout eignet sich perfekt für Multitasking und spart Ihnen Zeit, da Sie so keinen Tab mehr aus den Augen verlieren."
Chrome 147 bietet außerdem Optimierungen für Stabilität, Leistung und Kompatibilität, kleinere Verbesserungen für die Benutzeroberfläche, erweiterte Unterstützung von Web-Standards und verschiedene Fehlerkorrekturen. Die Änderungen für Web-Entwickler dokumentiert Google im Chrome-Blog, über weitere Änderungen wird (bezogen auf den Unternehmenseinsatz von Chrome) hier informiert.

Bild: Google.
Die Aktualisierung auf den neuen Versionszweig 147 (aktuell ist Version 147.0.7727.56) kann manuell mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich.
Der Web-Browser setzt macOS Monterey 12 oder neuer voraus und basiert auf Googles Open-Source-Projekt Chromium, das unter anderem aus der Render-Engine Blink und der JavaScript-Engine V8 besteht. Ein Google-Account wird für die Nutzung von Chrome nicht zwingend benötigt, dieser dient unter anderem zur Synchronisierung von Browserdaten zwischen mehreren Installationen. Die deutschsprachige Dokumentation gibt es hier.
Mit einem weltweiten Marktanteil von rund 67 Prozent auf allen unterstützten Plattformen (Notebooks, Desktops, Smartphones, Tablets...) ist Chrome die klare Nummer eins, gefolgt von Safari mit etwa 18 Prozent, Microsoft Edge mit rund 6 Prozent und Firefox mit ungefähr 2,5 Prozent.
Chrome für iPhone und iPad (nutzt Apples WebKit-Engine) liegt nun ebenfalls in der Version 147 vor, die einen Lesemodus und Tab-Gruppen auf iPads ergänzt. Die App benötigt mindestens die Systemversion 17.
Nachtrag: Mit etwas Verspätung hat Google nun weitere Einzelheiten zu Chrome 147 bekanntgegeben. Demnach gab es 60 Sicherheitskorrekturen, darunter zahlreiche mit kritischem und hohem Schweregrad eingestufte Schwachstellen.
Zum Thema:
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