Seit fast eineinhalb Jahren arbeiten die Entwickler des OpenCore Legacy Patcher an der Unterstützung von macOS 26 Tahoe. Nun tragen diese Bemühungen Früchte: Die Version 3.0 steht kurz vor der Fertigstellung. Eine Liste, auf welchen Rechnern die Installation von macOS 26 möglich ist, gibt es allerdings noch nicht. Die Version 3.0 markiert den Endpunkt des Projekts.
Da das Betriebssystem beginnend mit macOS 27 Golden Gate ausschließlich aus ARM-Code für Apple-Silicon-Rechner besteht, kann keine Kompatibilität mit Intel-Macs (x86) hergestellt werden. Immerhin ist es den Entwicklern trotz mehrerer personeller Abgänge nun doch noch gelungen, das Projekt mit Version 3.0 mitsamt der macOS-26-Unterstützung zu einem erfolgreichen Ende zu führen. macOS 26 erhält noch knapp zwei Jahre lang Sicherheitsaktualisierungen von Apple.
Der OpenCore Legacy Patcher 3.0 liegt inzwischen als Release-Candidate-Build 5 vor, die Finalversion dürfte demnächst erscheinen. "Dies ist eine Vorabversion des OpenCore Legacy Patcher 3.0.0. Es ist mit Problemen zu rechnen, die zu Instabilität, Systemabstürzen und möglicherweise zu Datenverlusten führen können", warnen die Entwickler.

Bild: GitHub.
Mit dem OpenCore Legacy Patcher lassen sich neuere macOS-Versionen auf älteren Rechnern, die von Apple nicht mehr unterstützt werden, installieren. Wichtig: Die Nutzung des Patchers erfolgt auf eigene Gefahr, es gibt keinerlei Support durch Apple! Die Prozedur sollte nur von technisch versierten Anwendern vorgenommen werden, die der englischen Sprache mächtig sind - sowohl der Patcher als auch die Dokumentation liegen nur auf Englisch vor.
Das vorherige Anlegen einer vollständigen Datensicherung des Macs ist obligatorisch.
Anmerkung zum Schluss: Ob es sinnvoll ist, macOS 26 auf ganz alten Rechnern zu installieren, steht auf einem anderen Blatt. macOS 26 bringt alte Hardware schnell an die Grenzen, da das Betriebssystem über die Jahre deutlich fetter und fordernder in puncto CPU, GPU und RAM geworden ist. Wer experimentierfreudig ist, kann eine schlanke Linux-Distribution wie Lubuntu ausprobieren - diese läuft auch auf ganz alten Macs ziemlich flott und basiert auf der bewährten Ubuntu-Basis. Aber: Bei alten Macs müssen u. U. separate Treiber zum Beispiel für den Broadcom-WLAN-Chipsatz manuell installiert werden (Tipp: Auf Macs ohne Ethernet-Port ein iPhone mit aktiviertem Internet-Hotspot per USB für den Internetzugang unter Lubuntu anstöpseln, um ggf. die WLAN-Treiber herunterzuladen).
Wer diese Hürden meistert, kann alte Intel-Macs auch nach dem Support-Ende von macOS 26 im Jahr 2028 noch guten Gewissens mit Online-Zugang jahrelang weiterverwenden: Für Büroarbeiten mit LibreOffice, zum Browsen mit Chrome und Firefox, für Mail und Kalender mit Thunderbird und mit weiteren bekannten Programmen wie VLC, Audacity, Inkscape, darktable, GIMP, KeePassXC, WINE (für Windows-Kompatibilität) usw. Linux auf dem Mac erfordert aber Willen und Zeit zur Einarbeitung und Englischkenntnisse, um ggf. Details (wie z. B. die Broadcom-WLAN-Treiber oder Unterstützung für andere Hardwarefunktionen wie Tastaturbeleuchtung) im Netz auf Plattformen wie Reddit zu recherchieren und zu verstehen.
