Mac mini und Mac Studio: Apple streicht weitere Konfigurationsoptionen

06. Mai 2026 10:00 Uhr - Redaktion

Die Lieferprobleme bei Desktop-Macs spitzen sich zu. Apple hat zur Wochenmitte die RAM-Optionen mit 32 und 64 GB beim Mac mini M4 (Pro) eingestellt, ebenso die RAM-Variante mit 256 GB beim Mac Studio M3 Ultra. Apple bietet den Mac mini M4 ab sofort nur noch mit 16 und 24 GB RAM an, den Mac mini M4 Pro mit 24 oder 48 GB RAM. Beim Mac Studio M3 Ultra verbleibt einzig die Konfiguration mit 96 GB Arbeitsspeicher.

Die Lieferzeiten betragen weiterhin mehrere Wochen bis zu zwei Monate. Laut Apple-CEO Tim Cook könnte die Liefersituation aufgrund von Chipmangel und einer stärkeren Nachfrage noch monatelang angespannt bleiben. Bereits zuvor hatte der Hersteller aus diesem Grund einige Konfigurationsoptionen bei den beiden Desktop-Baureihen gestrichen, darunter das Mac-mini-Einstiegsmodell mit 256-GB-SSD.

 
Mac mini mit M4 und M4 Pro
 
Chipmangel: Diverse RAM-Optionen beim Mac mini M4 gestrichen.
Bild: Apple.

 

Beim iMac M4 machen sich die Lieferschwierigkeiten ebenfalls allmählich bemerkbar: Die Konfiguration mit 32 GB Arbeitsspeicher weist inzwischen eine Lieferzeit von zwei bis drei Wochen auf. Apple versucht seit einiger Zeit, die Produktion von Desktop-Macs breiter aufzustellen. Beispielsweise soll der Mac mini künftig auch in den USA gefertigt werden.

Ein weiterer Belastungsfaktor für die Zukunft sind die steigenden Kosten für Arbeitsspeicher. Bislang konnte Apple dieses Problem aufgrund großer Lagerbestände an RAM-Modulen, die aufgrund langjähriger Lieferverträge zu niedrigen Preisen eingekauft wurden, weitgehend umschiffen. Beginnend mit dem laufenden Quartal werden die steigenden RAM-Preise jedoch eine größere Auswirkung auf das Geschäft haben, so Apple-CEO Tim Cook.

Chipmangel und teurer Arbeitsspeicher sind inzwischen ein globales Problem für die gesamte Branche. Preissteigerungen sind für kommende Apple-Produkte daher nicht auszuschließen, auch wenn Apple versuchen dürfte, die Auswirkungen so gering zu halten, wie möglich, um die Nachfrage nicht zu gefährden. Mit einer Bruttogewinnmarge von knapp 50 Prozent im letzten Quartal hat Apple im Gegensatz zu anderen Unternehmen aber auch genug Spielraum, um höhere Kosten aufzufangen.