Das im März angekündigte, im Handel inzwischen für unter 600 Euro erhältliche MacBook Neo (Amazon-Werbepartnerlink*) verkauft sich laut Apple besser als erwartet. "Wir waren schon vor der Ankündigung sehr zuversichtlich, was das Produkt anging, aber wir haben die Begeisterung, die es auslösen würde, unterschätzt", sagte Apple-Chef Tim Cook.
"Die Resonanz der Kunden auf das MacBook Neo ist einfach überwältigend, die Nachfrage liegt über den Erwartungen", so Cook während der Bilanzpressekonferenz anlässlich der Bekanntgabe neuer Quartalszahlen. Man arbeite daran, die Lieferschwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Bei Bestellungen auf apple.com beträgt die Wartezeit derzeit rund drei bis vier Wochen. Im Handel ist das Einsteiger-Notebook hingegen meistens gut zu bekommen.
Der Apple-CEO, der im Herbst durch John Ternus abgelöst wird, sagte weiter: "Wir haben uns ganz besonders auf Kunden konzentriert, die neu beim Mac sind, sowie auf Kunden, die ihren Mac schon sehr lange nutzen. Bei beiden Gruppen laufen die Dinge gut, und wir sehen, dass Schulen wie die Kansas City Public Schools von Chromebooks und Windows-PCs auf das MacBook Neo umsteigen, und ich höre immer mehr solcher Geschichten, sowohl auf der Ebene der Schulen als auch auf der Ebene der einzelnen Verbraucher, und daher könnten wir mit dem aktuellen Stand der Dinge nicht zufriedener sein."

Bild: Apple.
Konkrete Verkaufszahlen zum MacBook Neo nannte Apple nicht - das Unternehmen schlüsselt schon seit vielen Jahren die Stückzahlen der einzelnen Produktgruppen nicht mehr auf, sondern nennt lediglich die Umsätze der Geschäftsbereiche. Schätzungen aus der Zuliefererbranche zufolge soll Apple ursprünglich mit fünf bis acht Millionen verkauften MacBook-Neo-Geräten in diesem Jahr gerechnet haben - inzwischen wurde das Produktionsziel auf zehn Millionen Stück hochgefahren, ist zu hören.
Die Zielgruppe des MacBook Neo ist klar umrissen: Anwender, die nicht die Leistungsfähigkeit eines M4 oder M5 benötigen, sondern denen ein einfacher und günstiger mobiler Rechner für die klassischen Brot-und-Butter-Anwendungen genügt: Web-Browser, E-Mail und Kalender, klassische Office-Arbeiten (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation & Co.), Videostreaming, Musik- und Podcasts-Wiedergabe, einfache Grafik- und Videobearbeitung, Bildverwaltung, Videokonferenzen und Messaging usw. - für diese Einsatzgebiete sind der Prozessor A18 Pro und 8 GB Arbeitsspeicher ausreichend. Zur Erinnerung: Der A18 Pro ist bei der Single-Core-Leistung schneller als ein M3 und bei der Multi-Core- und GPU-Leistung auf M1-Niveau (und der M1 ist ein Prozessor, mit dem viele Nutzer auch im Jahr 2026 noch bestens auskommen).
RAM lässt sich im laufenden Betrieb in macOS sehr einfach sparen, indem zum Beispiel nicht benötigte Browser-Tabs geschlossen oder vor größeren Bearbeitungen/Berechnungen in Bereichen wie Grafik, Audio oder Video alle anderen Programme beendet werden. Speicherfresser sind auch zu viele gleichzeitig aktive Widgets, dynamische Schreibtischbilder oder im Hintergrund laufende Software von Drittherstellern. Wer diese und weitere Kniffe beachtet, kommt für die beschriebenen Einsatzgebiete auch mit 8 GB RAM meist gut klar.
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