Es dürfte ein neuer Rekord sein: Das zur Wochenmitte erschienene Update für den Web-Browser Chrome enthält insgesamt 151 Sicherheitskorrekturen. Dies gab Google bekannt. Nach Herstellerangaben wird die große Mehrzahl der Schwachstellen mit kritischem und hohem Schweregrad eingestuft. Dass in Web-Browsern zuletzt immer mehr Sicherheitslücken behoben wurden, hat einen Grund.
Für die Softwareentwicklung konzipierte Sprachmodelle (LLM) werden inzwischen vermehrt zum Aufspüren von Sicherheitslücken genutzt. Derartige Code-Analysen mussten in der Vergangenheit von den Programmierern meist in mühevoller Handarbeit durchgeführt werden - per LLM geschieht dies nahezu automatisiert. Der Firefox-Hersteller Mozilla hat dies öffentlich wie folgt dokumentiert:

Bild: Google.
"Seit Februar arbeitet das Firefox-Team rund um die Uhr daran, mithilfe innovativer KI-Modelle versteckte Sicherheitslücken im Browser aufzuspüren und zu beheben. [...] Im Rahmen unserer fortlaufenden Zusammenarbeit mit Anthropic konnten wir eine frühe Version von Claude Mythos Preview auf Firefox anwenden. Mit der Veröffentlichung von Firefox 150 wurden während dieser ersten Evaluierung 271 Schwachpunkte identifiziert." Für April gibt Mozilla die Anzahl der in Firefox behobenen Schwachstellen mit 423 an.
Google hat sich zwar bislang nicht explizit zu diesem Thema geäußert, der Hersteller Anthropic hat sein neues Werkzeug jedoch auch dem Internetriesen zur Verfügung gestellt und es ist davon auszugehen, dass es auch zur Behebung von Chrome-Sicherheitslücken zum Einsatz kommt. Zurück zu Chrome: Aufgrund der schieren Masse an Sicherheitskorrekturen sollten Nutzer schnellstmöglich das verfügbare Update installieren.
Die Aktualisierung kann manuell mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich.
