Apple stellt neuen 27-Zoll-iMac vor: Bis zu zehn Prozessorkerne, schnellere AMD-Grafikkarten, SSDs serienmäßig

04. Aug. 2020 17:15 Uhr - Redaktion

Apple hat heute eine neue Generation des 27-Zoll-iMacs angekündigt. Es gibt im unveränderten Design jetzt schnellere Intel-Prozessoren mit bis zu zehn Kernen, leistungsstärkere AMD-Grafikkarten und serienmäßig SSD-Laufwerke. Ebenfalls neu sind True-Tone-Unterstützung, bis zu 128 GB Arbeitsspeicher, der T2-Coprozessor, optionales Zehn-Gigabit-Ethernet, optionales Nanotexturglas und Verbesserungen für Kamera, Mikrofone und Lautsprecher. Die Preise blieben unverändert.

Letztes Upgrade auf Basis von Intel-Prozessoren

Im neuen 27-Zoll-iMac kommen Intel-Prozessoren der zehnten Generation mit bis zu zehn Kernen zum Einsatz (zuvor achte und neunte Intel-Generation mit bis zu acht Kernen). Es gibt drei Standardkonfigurationen: Core i5 mit sechs Kernen und 3,1 bis 4,5 GHz, Core i5 mit sechs Kernen und 3,3 bis 4,8 GHz sowie Core i7 mit acht Kernen und 3,8 bis 5,0 GHz. Ein Core i9 mit zehn Kernen und 3,6 bis 5,0 GHz ist gegen Aufpreis zu haben. Apple verspricht eine um bis zu 65 Prozent höhere Leistung gegenüber den Vorgängermodellen:

"Ganz gleich, ob man einen neuen Song mit Hunderten von Tracks komponieren, Tausende von Codezeilen kompilieren oder große Fotos mittels maschinellem Lernen verarbeiten möchte, der 27" iMac mit den neuesten 6- und 8-Core Prozessoren der 10. Generation von Intel bietet Leistung auf professionellem Niveau für eine Vielzahl von Anforderungen. Für Profis mit noch fordernden Aufgaben, bietet der 27" iMac erstmals eine 10-Core Prozessoroption mit Turbo-Boost Geschwindigkeiten von bis zu 5,0 GHz für bis zu 65 Prozent mehr CPU-Leistung."

Endlich keine lahmen Festplatten mehr

Die langsamen Festplatten und Fusion-Drives sind Geschichte: Jeder 27-Zoll-iMac enthält standardmäßig ein schnelles SSD-Laufwerk mit Datentransferraten von bis zu 3,4 GB pro Sekunde. Die Speicherkapazitäten reichen von 256 GB bis acht TB. Für die native SSD-Verschlüsselung sorgt der von anderen Macs bekannte T2-Coprozessor, der außerdem über einen HEVC-Encoder verfügt. Apple bietet den 27-Zoll-iMac jetzt mit bis zu 128 GB Arbeitsspeicher an (zuvor maximal 64 GB). Die vier RAM-Steckplätze sind frei zugänglich, d. h. es ist eine nachträgliche Aufrüstung möglich (DDR4 mit 2,66 GHz) - was erheblich günstiger ist, als den iMac bei Apple mit mehr RAM zu bestellen.

Die drei Standardkonfigurationen des 27-Zoll-iMacs werden mit den Grafikkarten Radeon Pro 5300 (vier GB GDDR6-VRAM) bzw. Radeon Pro 5500 XT (acht GB GDDR6-VRAM) geliefert. Das Topmodell lässt sich optional mit der Radeon Pro 5700 (acht GB GDDR6-VRAM) oder der Radeon Pro 5700 XT (16 GB GDDR6-VRAM) bestellen. "Der iMac bietet eine bis zu 55 Prozent höhere Grafikleistung durch die Radeon Pro 5000-Serie, die mit der neuesten RDNA-Architektur von AMD mit schnelleren und energieeffizienteren Recheneinheiten ausgestattet ist", so Apple.

 
Neue iMac-Modellreihe

27-Zoll-iMac: 2020er Modelle mit vielen Verbesserungen ab sofort verfügbar.
Foto: Apple.

 

Display jetzt mit True-Tone-Technik - Nanotexturglas und 10GbE optional

Der 5K-Bildschirm verfügt jetzt über die True-Tone-Technologie, die die Farbtemperatur des Displays automatisch an die Umgebungsbeleuchtung des Nutzers anpasst. Der neue 27-Zoll-iMac bietet eine Option mit Nanotexturglas — erstmals eingeführt beim Pro Display XDR — für eine noch bessere Anzeige unter verschiedenen Lichtbedingungen, wie beispielsweise in einem hellen Raum oder bei indirektem Sonnenlicht. Im Gegensatz zu typischen matten Displays, bei denen die Oberfläche mit einer Beschichtung versehen ist, um das Licht zu streuen, wird diese Möglichkeit durch einen innovativen Prozess hergestellt, bei dem Glas auf Nanometerebene geätzt wird. Das Ergebnis ist ein extrem geringes Reflexionsvermögen und reduzierte Blendeffekte unter gleichzeitiger Beibehaltung der brillanten Bildqualität und des Kontrasts. Der Aufpreis für das Nanotexturglas beträgt 609 Euro.

Die integrierte Kamera arbeitet nun mit einer Auflösung von 1080p (zuvor 720p). Dazu Apple: "Der Bildsignalprozessor im T2 Security Chip bietet Tone Mapping, Belichtungsregelung und Gesichtserkennung für eine wesentlich hochwertigere Kameraaufnahme. Neben der verbesserten Kamera arbeitet der T2 Security Chip auch mit den Lautsprechern zusammen, um einen variablen EQ für bessere Ausgewogenheit, höhere Klangtreue und tiefere Bässe zu ermöglichen. Darüber hinaus ermöglicht ein neues Mikrofon-Array in Studioqualität die Aufnahme von hochwertigem Audio direkt auf dem iMac für verbesserte FaceTime-Anrufe, Podcast-Aufnahmen, Sprachmemos und mehr."

In puncto Design und Schnittstellen (4x USB-A, 2x Thunderbolt 3/USB-C, Gigabit-Ethernet, SDXC-Kartenslot, Audio-Ausgang) gab es keine Änderungen. WLAN ist auf Stand von 802.11ac, Bluetooth auf Stand von Version 5.0. Neu ist die Option, den 27-Zoll-iMac mit Zehn-Gigabit-Ethernet (Aufpreis: 121,80 Euro) zu bestellen.

Die neuen 27-Zoll-iMac-Modelle im Überblick:

• Core i5 der 10. Generation (sechs Kerne) mit 3,1 bis 4,5 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 256-GB-SSD, Radeon Pro 5300 mit vier GB VRAM. Preis: 2046,05 Euro.

• Core i5 der 10. Generation (sechs Kerne) mit 3,3 bis 4,8 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, Radeon Pro 5300 mit vier GB VRAM. Preis: 2241 Euro. Core-i9-CPU der 10. Generation (zehn Kerne) mit 3,6 bis 5,0 GHz für 609 Euro Aufpreis.

• Core i5 der 10. Generation (acht Kerne) mit 3,8 bis 5,0 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, Radeon Pro 5500 XT mit acht GB VRAM. Preis: 2533,45 Euro. Optionen: Core-i9-CPU der 10. Generation (zehn Kerne) mit 3,6 bis 5,0 GHz für 487,20 Euro; Radeon Pro 5700 mit acht GB VRAM für 365,40 Euro; Radeon Pro 5700 XT mit 16 GB VRAM für 609 Euro.

Die neuen 27-Zoll-Modelle sind ab sofort verfügbar. Magic Keyboard und Magic Mouse 2 gehören zum Lieferumfang, das Betriebssystem macOS Catalina ist vorinstalliert.

Kommen wir zur Frage, weshalb Apple noch Intel-basierte Macs auf den Markt bringt, wenn doch bereits die Umstellung auf ARM-Prozessoren angekündigt wurde. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Der neue Intel-basierte 27-Zoll-iMac (wie auch alle anderen aktuellen Intel-Macs) richten sich an Kunden, die jetzt und sofort neue Arbeitsgeräte benötigen, unter Gewährleistung voller Kompatibilität mit aktueller Software und Peripherie von Drittherstellern. Der Hardware-Support durch Apple (bis zu sieben Jahre lang Versorgung mit Ersatzteilen nach Abkündigung) und die Versorgung mit neuen macOS-Versionen für Intel-Macs (etliche Jahre; gefolgt von Sicherheitsupdates) ist dabei gewährleistet.

Kommentare

Da sind sie also! Seht sie euch gut an, die letzten Modelle mit Prozessoren von Intel. 😃

Als Arbeitsmaschinen keine schlechte Wahl. RAM wie üblich in Eigenregie erweitern, externe SSDs gibts entweder günstig (USB C) oder schnell (Thunderbolt 3) in großer Auswahl, falls die interne SSD zu klein ist. 10GbE ist echt nett und gar nicht so teuer. Die neuen AMD-Grafikkarten haben viel Dampf. Unter den aktuellen Umständen ein ganz solides Upgrade, würde ich sagen.

Ja, das war zu erwarten, auch wenn etliche User nicht glauben konnten oder wollten dass Apple noch Macs mit Intel-Chips ankündigt - obwohl Cupertino das klipp und klar gesagt hat. Letztlich hatten die namhaften Leaker und Insider recht mit ihren Prognosen zum iMac. Auch die vor einiger Zeit aufgetauchten Benchmarks stimmen.

Man kann es nicht oft genug sagen: Es wird eine lange Zeit eine Co-Existenz von Intel-Macs und Apple Silicon-Macs geben. Das wird länger sein als damals bei PPC=>Intel, schlichtweg aufgrund der größeren Masse (100+ Mio. Systeme). Ich mache mir da keine Sorgen. Ganz im Gegenteil, ich warte eigentlich nur darauf, dass das aktuelle MBA noch unter 1000€ fällt...

Bei uns im Büro muss bald ein neuer iMac angeschafft werden - und uns ist es ehrlich gesagt wurscht, welche CPU die Rechenleistung vorhält, es muss nur alles wie gewohnt Laufen (1:1 Clon von bestehendem System). Das Upgrade der 27" iMac kommt sehr gelegen.

Die Aufpreise für SSDs sind ... naja Apple halt.