M5-Prozessor: Die wichtigsten technischen Daten im Überblick

27. Febr. 2026 11:00 Uhr - Redaktion

Im vergangenen Herbst hat Apple den M5-Prozessor angekündigt. Bislang ist er nur im MacBook Pro (Einstiegsmodell) zu finden, doch die Einführung in weiteren Mac-Baureihen ist nur eine Frage der Zeit (und bereits nächste Woche könnte es soweit sein). Der M5 bietet gegenüber dem M4 vor allem in den Bereichen Grafik und Multi-Core-Berechnungen deutliche Leistungszuwächse. Ein Überblick über die wichtigsten technischen Daten des M5 und ein Leistungsvergleich mit dem M4 sowie dem M1.

Der M5 wird im 3-Nanometer-Verfahren der dritten Generation gefertigt (M4: 3nm der zweiten Generation) und verfügt im MacBook Pro über 10 CPU-Kerne (4 Performance- und 6 Effizienz-Kerne) und 10 GPU-Kerne. Apple hat sowohl die reine CPU- und GPU-Leistung sowie die Speicherbandbreite erhöht als auch die GPU-Architektur überarbeitet: Jeder GPU-Kern verfügt nun über einen Beschleuniger ("Neural Accelerator") für KI-basierte Aufgaben, außerdem wurden die Shader-Kerne, das dynamische Caching und die Raytracing-Engine verbessert.

Die Taktrate hat Apple angehoben: Während der M4 mit 4,4 GHz läuft, sind es 4,6 GHz beim neuen M5. Die Single-Core-Leistung legte ebenfalls zu, wenngleich nicht so stark. Die Speicherbandbreite wurde von 120 auf 153 Gbit pro Sekunde erhöht. Auch die aus 16 Kernen bestehende Neural-Engine wurde laut Apple beschleunigt. Das Basismodell des M5 unterstützt, wie beim M4, bis zu 32 GB Arbeitsspeicher.

Der M4 (10 CPU-Kerne, 4/6; 10 GPU-Kerne; 4,4 GHz) erreicht in Geekbench die folgenden Testwerte (gerundet):

• Single-Core-Leistung: ca. 3750 Punkte
• Multi-Core-Leistung: ca. 14.900 Punkte
• GPU-Leistung (Metal): ca. 57.300 Punkte

(Vergleichsrechner: MacBook Pro M4)

Der M5 (10 CPU-Kerne, 4/6; 10 GPU-Kerne, 4,6 GHz) kommt auf die folgenden Werte (gerundet):

• Single-Core-Leistung: ca. 4230 Punkte (plus 13 Prozent gegenüber M4)
• Multi-Core-Leistung: ca. 17.500 Punkte (plus 18 Prozent)
• GPU-Leistung (Metal): ca. 75.500 Punkte (plus 32 Prozent)

(Vergleichsrechner: MacBook Pro M5)

 
M5-Prozessor
 
Der M5 punktet vor allem mit einer deutlich höheren GPU-Leistung gegenüber dem M4.
Bild: Apple.

 

Im Vergleich zum fünf Jahre alten M1 (8 CPU-Kerne; 8 GPU-Kerne; 3,2 GHz) ergibt sich gegenüber dem M5 folgendes Bild:

• Single-Core-Leistung: ca. 2320 Punkte (M5: ca. 85 Prozent schneller)
• Multi-Core-Leistung: ca. 8200 Punkte (M5: ca. 115 Prozent schneller)
• GPU-Leistung (Metal): ca. 33.000 Punkte (M5: ca. 125 Prozent schneller)

(Vergleichsrechner: MacBook Pro M1)

Als Fazit lässt sich festhalten, dass der M5 vor allem im Bereich GPU mitsamt KI-Beschleunigung deutlich gegenüber dem M4 zulegen konnte. Nimmt man den Vergleich mit dem M1 vor und fasst Single-Core-, Multi-Core- und GPU-Leistung zusammen, dann hat Apple die Prozessorleistung binnen fünf Jahren in etwa verdoppelt - bei unverändert äußerst energieeffizientem Betrieb.

Eine noch höhere Single-Core-, Multi-Core- und GPU-Leistung werden die Varianten M5 Pro und M5 Max bieten (mitsamt Unterstützung für mehr Arbeitsspeicher). Ob es auch einen M5 Ultra (zwei zusammengefügte M5-Max-Prozessoren) geben wird, bleibt zwar abzuwarten, ist aber aufgrund des Umstands, dass es keinen M4 Ultra gab, durchaus wahrscheinlich.

Ob Apple vom Mac mini bis zum Mac Pro alle Baureihen mit der M5-Serie ausstatten wird, ist schwer zu sagen. In der Vergangenheit hat Apple bei Prozessorupgrades mitunter Modelle ausgelassen, beispielsweise gab es keinen iMac M2 und keinen Mac mini M3. Offen ist zudem, ob Apple den Mac Pro überhaupt weiterführen wird - der deutlich günstigere Mac Studio hat ihm im Desktop-Segment weitgehend die Show gestohlen.