macOS 14, 15 und 26: Die Support-Zyklen im Überblick

09. Juni 2026 13:00 Uhr - Redaktion

Jedes Jahr im Herbst erscheint eine neue Versionsreihe des Mac-Betriebssystems. Gleichzeitig fällt eine ältere Hauptversion aus der Unterstützung - so auch heuer. Zusammen mit der Markteinführung von macOS 27.0 im September endet die Bereitstellung von Sicherheitskorrekturen für macOS Sonoma 14. Neu entdeckte Schwachstellen werden dann nicht mehr in macOS 14 geschlossen, was auch für den Web-Browser Safari gilt. Damit einhergehend steigt ab Herbst das Risiko für Nutzer von macOS 14.

Apples seit vielen Jahren bestehender Supportplan sieht vor, dass neben der aktuellen Hauptversion (derzeit macOS Tahoe 26) die beiden vorherigen Versionsreihen (derzeit macOS Sonoma 14 und macOS Sequoia 15) mit Sicherheitsupdates zur Behebung neu entdeckter Schwachstellen bedacht werden (wobei nicht alle, sondern nur die wichtigsten Sicherheitskorrekturen für die älteren Versionszweige bereitgestellt werden). Ältere Macs, die nicht auf eine neuere macOS-Version aktualisiert werden können, sind somit regelmäßig raus, sobald wieder eine neue Hauptversion erscheint.

Nach der Markteinführung von macOS 27.0 wird macOS Sonoma 14 aus dem Support fallen, während macOS Sequoia 15 und macOS Tahoe 26 noch eine Zeit lang weiter reguläre Sicherheitsaktualisierungen erhalten werden. Die Support-Zyklen im Überblick:

• macOS Sonoma 14: Support-Ende im September 2026 zusammen mit der Markteinführung von macOS 27.0.
• macOS Sequoia 15: Support-Ende im September 2027 zusammen mit der Markteinführung von macOS 28.0.

• macOS Tahoe 26 (letzte Version für Intel-Macs): Support-Ende im September 2028 zusammen mit der Markteinführung von macOS 29.0.
• macOS Golden Gate 27 (letzte Version mit voller Rosetta-2-Unterstützung): Support-Ende im September 2029 zusammen mit der Markteinführung von macOS 30.0.

 
macOS Sonoma
 
macOS Sonoma 14: Version erhält ab Herbst keine Sicherheitskorrekturen mehr.
Bild: Apple.

 

Von Apple nicht mehr mit Sicherheitskorrekturen versorgte macOS-Hauptversionen erhalten immerhin noch XProtect-Definitionen (rein passive Updates) zum Schutz vor Schadsoftware. Dennoch geht die Nutzung nicht mehr von Apple aktiv gepflegter macOS-Versionsreihen mit einem gewissen Risiko - offene und damit angreifbare Sicherheitslücken, möglicherweise auch aus der Ferne - einher.

Wichtig in diesem Kontext: Durch den Einsatz leistungsstarker LLMs werden aktuell eine Vielzahl an Sicherheitslücken in Browsern und Betriebssystemen aufgespürt, die Nutzung gepflegter Versionsreihen ist vor diesem Hintergrund wichtiger als je zuvor (Schadsoftware jeglicher Art nutzt offene Schwachstellen als Einfallstor).

Meinung: Ist Apples Vorgehensweise überhaupt noch zeitgemäß? Nein! Die Nutzungszyklen von Computern haben sich in den letzten 10-15 Jahren deutlich verlängert, da die Leistung selbst sehr alter Rechner für die typischen Brot-und-Butter-Anwendungen noch mehr als ausreichend ist. 10 Jahre lang Sicherheitskorrekturen sollten für einen Desktop- oder Notebook-Rechner eigentlich selbstverständlich sein. Auf sehr alten Rechnern (8-10 Jahre) sollten zumindest noch Schwachstellen mit kritischem Schweregrad geschlossen werden, die beispielsweise aktiv ausgenutzt werden oder die Remote-Schadcode-Einschleusung ermöglichen. Doch diesbezüglich versagt Apple: Bei Intel-Macs war zuletzt schon nach sieben oder acht Jahren Schluss (Beispiel: Auf dem letzten Intel-MacBook-Air von 2020 läuft maximal macOS 15, das nächstes Jahr aus dem Support fällt). Soviel auch zum Thema Umweltschutz.

(Eleganteste Lösung für Intel-Macs: Umstellung auf Linux. Die meisten Linux-Distributionen sind deutlich schlanker als macOS und machen alten Macs wieder flott. Für Linux gibt es eine breite Open-Source-Softwareauswahl mitsamt x86-Virtualisierer und Wine-Lösungen für die Nutzung von Windows-Anwendungen.)