Chrome 151 stopft 370 Sicherheitslücken und beendet Unterstützung für macOS 12

30. Juli 2026 09:00 Uhr - Redaktion

Google hat die Versionsreihe 151 des Web-Browsers Chrome zum Download bereitgestellt. Das Update schließt nach Herstellerangaben insgesamt 370 Sicherheitslücken, darunter zahlreiche mit kritischem und hohem Schweregrad eingestufte Schwachstellen. Aktiv ausgenutzt werden diese laut Google jedoch nicht. Die Unterstützung für macOS 12 wurde eingestellt.

Der Hersteller teilte mit: "Chrome 150 ist die letzte Chrome-Version, die macOS 12 (Monterey) unterstützt. Chrome 151 ist die erste Chrome-Version, für die macOS 13 Ventura oder höher erforderlich ist. Sie müssen sicherstellen, dass auf Ihrem Gerät macOS 13 oder höher installiert ist, um auch künftig Chrome-Updates zu erhalten."

Einzelheiten zu den Sicherheitskorrekturen sind auf dieser Web-Seite zu finden. Chrome-Nutzer sollten verfügbare Sicherheitsaktualisierungen laut Google zeitnah einspielen. Bereits mit der Version 149, erschienen Anfang Juni, hatte Google in Chrome satte 429 Sicherheitskorrekturen vorgenommen, mit der Version 150 zu Monatsbeginn waren es 382.

Chrome 151 bietet außerdem Optimierungen für Stabilität, Leistung und Kompatibilität, kleinere Verbesserungen für die Benutzeroberfläche, erweiterte Unterstützung von Web-Standards und verschiedene Fehlerkorrekturen. Die Änderungen für Web-Entwickler dokumentiert Google im Chrome-Blog, über weitere Änderungen wird hier informiert. Demnach sollen neue Hauptversionen ab September alle zwei Wochen erscheinen (bisher: Vierwochenrhythmus).

 

 
Chrome
 
Chrome: Neue Versionsreihe 151 erschienen.
Bild: Google.

 

Die Aktualisierung auf den neuen Versionszweig 151 (aktuell ist Version 151.0.7922.72) kann manuell mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich.

Der Web-Browser setzt macOS Ventura 13 oder neuer voraus und basiert auf Googles Open-Source-Projekt Chromium, das unter anderem aus der Render-Engine Blink und der JavaScript-Engine V8 besteht. Ein Google-Account wird für die Nutzung von Chrome nicht zwingend benötigt, dieser dient unter anderem zur Synchronisierung von Browserdaten zwischen mehreren Installationen. Die deutschsprachige Dokumentation gibt es hier.

Mit einem weltweiten Marktanteil von rund 70 Prozent auf allen unterstützten Plattformen (Notebooks, Desktops, Smartphones, Tablets...) ist Chrome die klare Nummer eins, gefolgt von Safari mit etwa 15 Prozent, Microsoft Edge mit rund 5 Prozent und Firefox mit ungefähr 3 Prozent.

Chrome für iPhone und iPad (nutzt Apples WebKit-Engine) liegt nun ebenfalls in der Version 151 vor, die Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen bietet. Benötigt wird mindestens iOS/iPadOS 18.