Google hat zum zweiten Mal in dieser Woche ein Sicherheitsupdate für den marktführenden Web-Browser Chrome veröffentlicht. Es behebt nach Herstellerangaben sieben Schwachstellen, von denen eine mit kritischem und sechs mit hohem Schweregrad eingestuft werden. Aktiv ausgenutzt werden sie laut Google jedoch nicht.
Die beseitigten Sicherheitslücken ermöglichten es Angreifern unter Umständen, das Programm mittels manipulierter Web-Seiten zum Absturz zu bringen oder sogar Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Betroffen sind Komponenten wie die JavaScript-Engine V8, die Remote-Desktop-Unterstützung und die Importfunktion.
Die Aktualisierung auf die Version 151.0.7922.174 kann mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich. Chrome-Nutzer sollten verfügbare Sicherheitsaktualisierungen laut Google zeitnah einspielen.

Bild: Google.
Der Web-Browser setzt macOS Ventura 13 oder neuer voraus und basiert auf Googles Open-Source-Projekt Chromium, das unter anderem aus der Render-Engine Blink und der JavaScript-Engine V8 besteht. Ein Google-Account wird für die Nutzung von Chrome nicht zwingend benötigt, dieser dient unter anderem zur Synchronisierung von Browserdaten zwischen mehreren Installationen. Die deutschsprachige Dokumentation gibt es hier.
Der marktführende Web-Browser Chrome steht ständig im Fokus der Sicherheit. Neu entdeckte Schwachstellen betreffen eine riesige Anzahl an Anwendern (Schätzungen zufolge hat Chrome zwei bis drei Milliarden Nutzer auf Desktops, Laptops sowie ChromeOS- und Android-Geräten) und bieten dadurch eine enorme Angriffsfläche für Attacken. Entsprechend haben die regelmäßig von Google bereitgestellten Sicherheitsupdates eine hohe Bedeutung - auch auf dem Mac.
Zum Thema: Web-Browser Chrome: Neue Hauptversionen erscheinen künftig alle zwei Wochen.
