Mit WhatCable gibt es seit dem Frühjahr ein neues Programm, das an den Mac angeschlossene USB-Kabel analysiert. Es informiert über die unterstützte Datenübertragungsrate, Ladeleistung und USB-Version - wichtige technische Daten, die bei den allermeisten Kabeln mangels Beschriftung nicht sofort ersichtlich sind. Nun ist ein umfangreiches Update für WhatCable erschienen.
WhatCable setzt einen Mac mit Apple-Prozessor und macOS Sonoma 14 oder neuer voraus und kann auch Thunderbolt-Kabel analysieren. Die Anwendung liegt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und zahlreichen weiteren Sprachen vor und steht unter eine Open-Source-Lizenz. Mit der Version 1.5 hat die Anwendung mehrere Neuerungen erhalten:
"• Geräte in einer Thunderbolt-Kette werden unter einem Dock oder Display nur dann angezeigt, wenn die Hardware nachweist, dass sie sich darin befinden. Früher konnte ein Gerät so aussehen, als befände es sich im ersten Gerät der Kette, nur weil nichts anderes angegeben war. Alles, was nicht nachgewiesen ist, erscheint nun unter „Andere USB-Geräte an diesem Anschluss“, und die eigenen Hubs eines Docks werden an der richtigen Stelle eingebunden.
• Thunderbolt-5-Daisy-Chains werden sortiert. Bei einer Mac-zu-Display-zu-Dock-Kette wurde ein Laufwerk im Dock früher unter dem Display angezeigt. WhatCable ermittelt nun anhand der Routing-Daten des Netzwerks, zu welchem Gerät der jeweilige Hub gehört, und lässt die Baumstruktur unverändert, wenn die Antwort nicht stimmt.
• Geräte hinter Docks und Displays der TB3-Ära werden wieder einem Anschluss zugeordnet. LG UltraFine 5K, CalDigit TS3+ und andere Geräte dieser Generation verfügen über einen eigenen USB-Controller, und alles, was sich dahinter befand, verschwand früher, sobald zwei Thunderbolt-Geräte angeschlossen wurden.
• Integrierte USB-A-Anschlüsse sind beschriftet und nach physischen Anschlüssen unterteilt.
• Der Display-Check liest nun aus, was macOS über die aktuelle Display-Aktivität angibt, anstatt eine Schätzung anhand der Bandbreite vorzunehmen. Sie zeigt nun neben der Meldung „Ihr Monitor ist auf einen Modus eingestellt, der unter dem optimalen Modus liegt“ auch an, dass „das Kabel die Leistung Ihres Monitors einschränkt“.
• Weniger falsche Warnungen bei Fernsehern und HDMI-Adaptern: Modi, in denen diese Geräte nur eine reduzierte Farbtiefe (4:2:0) übertragen können, werden dem Kabel nicht mehr angelastet."
Daneben gab es viele weitere Verbesserungen in WhatCable 1.5. Nähere Informationen dazu sind in den Versionsanmerkungen auf GitHub zu finden.
Der Entwickler Darryl Morley über die Software: "Eine kleine App für die macOS-Menüleiste, die Ihnen in leicht verständlicher Sprache erklärt, was jedes an Ihren Mac angeschlossene USB-C-Kabel tatsächlich kann und warum Ihr Mac möglicherweise nur langsam lädt.

Bild: Darryl Morley.
Hinter dem USB-C-Anschluss verbirgt sich eine ganze Menge. Von einem reinen USB-2.0-Ladekabel bis hin zu einem 240-W-Thunderbolt-4-Kabel mit 40 Gbit/s – in Ihrer Schublade sehen sie alle identisch aus. macOS stellt die relevanten Informationen bereits über IOKit bereit; WhatCable zeigt sie als benutzerfreundliches Popover in der Menüleiste an."
Anwender können via GitHub wie gewohnt Problemberichte und Verbesserungsvorschläge veröffentlichen. Intel-Macs können laut dem Autor aus technischen Gründen nicht unterstützt werden. Zusätzliche Diagnostikfunktionen (darunter eine Historie und eine Echtzeitüberwachung der Leistungsausgabe) gibt es in der optionalen Pro-Version, die als Einmalkauf rund 13 Euro kostet.
