Apple: Neuer Codec für effizientere Bildkomprimierung

02. Juni 2026 15:00 Uhr - Redaktion

Apple hat unter dem Namen PICO (Perceptual Image Codec) eine neue Technologie für die Bildkomprimierung vorgestellt. Sie soll gegenüber den bisher bekannten Komprimierungstechniken geringere Dateigrößen ermöglichen, ohne dass das menschliche Auge die Bilder als schlechter wahrnimmt. Bislang ist PICO nur ein Forschungsprojekt.

Der Hersteller teilte mit: "Wir stellen PICO (Perceptual Image Codec) vor – den ersten lernbasierten Codec, der sowohl praxistauglich ist als auch direkt auf das menschliche Sehsystem optimiert wurde. Zu seiner Entwicklung haben wir eine umfassende Untersuchung der Modellierungsoptionen für praxistaugliche lernbasierte Codecs durchgeführt und Millionen von Modellkonfigurationen durchgesucht, um sowohl die wahrgenommene Bildqualität als auch die Laufzeit auf dem Gerät gemeinsam zu optimieren.

 
macOS 26
 
macOS: PICO könnte eines Tages in das Mac-Betriebssystem implementiert werden.
Bild: Apple.

 

Basierend auf groß angelegten subjektiven Nutzerstudien bietet PICO eine 2,3- bis 3-fache Bitrate-Einsparung gegenüber AV1, AV2, VVC, ECM und JPEG-AI sowie eine Bitrate-Einsparung von 20 bis 40 Prozent gegenüber den besten trainierten Codec-Alternativen. Gleichzeitig codiert es auf einem iPhone 17 Pro Max 12-MP-Bilder in nur 230 ms und decodiert sie in 150 ms – schneller als die meisten führenden ML-basierten Codecs, die auf einer V100-GPU laufen. Im Gegensatz zu den meisten trainierten Codecs bietet PICO zudem Garantien für plattformübergreifende Robustheit."

Nähere Informationen sind auf Apples GitHub-Seite zu finden. Ob bzw. wann PICO Einzug in Apple-Systeme halten wird, ist nicht bekannt. Wichtig zu wissen: Apple forscht an unzähligen Technologien, Patenten und Funktionen - nicht immer erwächst daraus ein neues Produkt oder eine Ergänzung eines bestehenden Produkts.

Ob derlei "KI"-optimierte Techniken die Zukunft sind oder eher dazu beitragen, dass die Entkoppelung von der Realität noch weiter voranschreitet, darüber wird freilich weiter heiß diskutiert werden.