Es ist ein neuer Rekord: Die zur Wochenmitte erschienene Version 149 des Web-Browsers Chrome enthält insgesamt 429 Sicherheitskorrekturen. Dies gab Google bekannt. Nach Herstellerangaben werden zahlreiche dieser Schwachstellen mit kritischem und hohem Schweregrad eingestuft (jedoch nicht aktiv ausgenutzt).
Dass in Web-Browsern zuletzt immer mehr Sicherheitslücken behoben wurden, hat einen Grund. Für die Softwareentwicklung konzipierte Sprachmodelle (LLM) werden inzwischen vermehrt zum Aufspüren von Sicherheitslücken genutzt. Derartige Code-Analysen mussten in der Vergangenheit von den Programmierern meist in mühevoller Handarbeit durchgeführt werden - per LLM geschieht dies weitgehend automatisiert.

Bild: Google.
Aufgrund der enormen Komplexität, die Web-Browser im Jahr 2026 erreicht haben (viele Millionen Codezeilen), ist das Potential, Fehler zu finden, natürlich enorm. Aber: Es sind wie jetzt bei Chrome auch jede Menge behobene Schwachstellen mit geringem bis mittlerem Schweregrad ohne großes Gefahrenpotential dabei. Zu wünschen wäre, dass Google (wie auch Apple) offener mit dieser Thematik umgehen würde - so wie Mozilla es für Firefox vorlebt.
Details zu den 429 Sicherheitskorrekturen in Chrome 149 sind auf dieser Web-Seite zu finden. Chrome-Nutzer sollten verfügbare Sicherheitsaktualisierungen laut Google zeitnah einspielen. Die neue Version kann manuell mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich.
Die nächste Chrome-Hauptversion (150) erscheint voraussichtlich zum Monatsende. Chrome 150 ist die letzte Hauptversion, die unter macOS Monterey 12 läuft. Beginnend mit Chrome 151 wird der Web-Browser mindestens macOS Ventura 13 benötigen.
