Bundesnetzagentur ver­öf­fent­licht zehn­ten Jah­res­be­richt der Breitbandmessung

19. Juni 2026 13:00 Uhr - Redaktion

Die Bundesnetzagentur hat den zehnten Jahresbericht der Breitbandmessung vorgelegt. Die Datengrundlage stammt von den Nutzern, die Messungen mit den Programmen Breitbandmessung bzw. Mobilfunk-Check durchgeführt haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Anbieter ihren Kunden die vertraglich zugesicherte Bandbreite liefern können.

Der neue Breitbandmessung-Bericht deckt den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 ab. Im Festnetz erhielten demnach 85,9 Prozent der messenden Nutzer (2023/2024: 86,5 Prozent) mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate im Download. Bei 45,9 Prozent der Nutzer (2023/2024: 45,2 Prozent) wurde diese voll erreicht oder überschritten. Die Ergebnisse fallen ähnlich wie im Vorjahr aus.

Im Mobilfunk ist der Anteil von 5G-Messungen erneut angestiegen. Im aktuellen Berichtsjahr lag dieser bei 55,3 Prozent aller im Jahresbericht berücksichtigten Messungen (2023/2024: 43,8 Prozent). 5G ermöglicht es, sehr hohe Datenübertragungsraten zu erzielen. Diese gehen teilweise deutlich über die jeweiligen vertraglich vereinbarten geschätzten Maximalgeschwindigkeiten hinaus. Insgesamt fallen die Ergebnisse von 5G insbesondere in den hohen Bandbreiteklassen deutlich besser aus als bei 4G, so die Behörde.

 
Mobilfunk-Check-App
 
Die Mobilfunk-Check-App ermöglicht Geschwindigkeitsmessungen im Mobilfunknetz.
Bild: Bundesnetzagentur.

 

Die Ergebnisse der Breitbandmessung hängen davon ab, welchen Tarif der Nutzer mit dem Anbieter vereinbart hat. Es wird geprüft, ob die Anbieter ihren Kunden die vertraglich zugesicherte Bandbreite liefern. Zu beachten ist, dass der Bericht allein auf den Messungen der App-Nutzer und nicht auf einer repräsentativen Stichprobe beruht. Aus diesen Gründen lassen sich aus der Breitbandmessung keine Aussagen zur Versorgungssituation oder Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugangsdiensten ableiten.

Zum Thema:

Bundesnetzagentur: Aus der Funkloch-App wird die Mobilfunk-Check-App.

5G: Flächen-Abdeckung in Deutschland liegt bei 95 Prozent.