Die AusweisApp des Bundes, mit der sich iPhone-Besitzer online ausweisen können (via NFC-Auslesen des Personalausweises), hat zur Wochenmitte ein wichtiges Sicherheitsupdate erhalten. Es behebt nach Herstellerangaben drei Schwachstellen, mit denen sich die Anwendung zum Absturz bringen lässt. Seit kurzem läuft die Software native auf Apple-Silicon-Macs.
Die AusweisApp setzt mindestens iOS/iPadOS 17 bzw. macOS Sonoma 14 voraus. Wichtig für iPhone und iPad: Mit der nächsten Hauptversion (2.7.0) endet die Unterstützung für iOS/iPadOS 17, es wird dann mindestens iOS/iPadOS 18 benötigt werden. Zu den Neuerungen der Version 2.6.2 teilte der Hersteller mit:
"• Behebung einer Sicherheitslücke, durch die Server die Anwendung zum Absturz bringen könnten (CVE-2026-96432, CVE-2026-95620).
• Behebung einer Sicherheitslücke, durch die Server die Anwendung dazu bringen können, nicht mehr zu reagieren (CVE-2026-16762).
• RSA-Signaturen mit PKCS#1 v1.5 in TLS werden weiterhin unterstützt."
Besitzer eines Personalausweises, elektronischen Aufenthaltstitels oder einer eID-Karte für Bürger der EU/EWR können sich mit der AusweisApp sicher online ausweisen. Möglich ist dies bei einer stetig zunehmenden Anzahl an Online-Diensten der öffentlichen Verwaltung aber zum Beispiel auch bei Banken oder Versicherungen. Dazu werden via NFC-Schnittstelle die Daten des Personalausweises ausgelesen.

Bild: Governikus.
Zur Mac-Version: Im Verbund mit einem Kartenleser - diese Aufgabe kann auch von einem iPhone übernommen werden - ermöglicht das Programm das Online-Ausweisen mit dem Mac. Vor der Übermittlung von Ausweisdaten kann der Anwender sehen, welcher Empfänger die Daten erhält und ob er zur Nutzung der Online-Ausweisfunktion berechtigt ist. Die Daten-Übermittlung erfolgt Ende-zu-Ende-verschlüsselt und ist per PIN-Abfrage abgesichert.
Häufig gestellte Fragen zur Online-Ausweisfunktion werden hier, zur AusweisApp auf dieser Web-Seite beantwortet. Das Open-Source-Projekt ist auf GitHub zu finden.
