Der neue M5-Prozessor bietet vor allem in den Bereichen GPU und KI erhebliche Verbesserungen. Die komplett überarbeitete GPU-Architektur verfügt über einen dedizierten KI-Beschleuniger ("Neural Accelerator") in jedem Kern, für eine laut Apple bis zu viermal höhere Spitzenrechenleistung für KI-gestützte Aufgaben im Vergleich zum Vorgänger M4. Das kommende Betriebssystemupdate macOS Tahoe 26.2 verbessert die Unterstützung für den M5-Prozessor.
Wie Apple mitteilte, enthält macOS Tahoe 26.2 eine für den M5 optimierte Version des LLM-Frameworks MLX: "MLX funktioniert mit allen Apple Silicon-Systemen und nutzt mit der neuesten macOS-Beta-Version [26.2] nun die Neural Accelerators im neuen M5-Chip, der im neuen 14-Zoll-MacBook Pro eingeführt wurde. Die Neural Accelerators bieten dedizierte Matrixmultiplikationsoperationen, die für viele Machine-Learning-Workloads von entscheidender Bedeutung sind, und ermöglichen noch schnellere Modellinferenz-Erfahrungen auf Apple Silicon."
Die erzielten Leistungsverbesserungen stellt Apple im hauseigenen Machine-Learning-Blog näher vor. macOS Tahoe 26.2 befindet sich im Betatest und erscheint voraussichtlich Mitte Dezember in finaler Form. Zu MLX heißt es vom Hersteller:

Bild: Apple.
"MLX ist ein Open-Source-Array-Framework, das effizient, flexibel und speziell auf Apple Silicon abgestimmt ist. Sie können MLX für eine Vielzahl von Anwendungen einsetzen, von numerischen Simulationen und wissenschaftlichen Berechnungen bis hin zum maschinellen Lernen. MLX bietet integrierte Unterstützung für das Training und die Inferenz neuronaler Netze, einschließlich der Text- und Bilderzeugung. Mit MLX lassen sich Texte auf Apple Silicon-Geräten einfach generieren oder große Sprachmodelle feinabstimmen.
MLX nutzt die einheitliche Speicherarchitektur von Apple Silicon. Operationen in MLX können entweder auf der CPU oder der GPU ausgeführt werden, ohne dass Speicher verschoben werden muss. Die API orientiert sich stark an NumPy und ist sowohl vertraut als auch flexibel. MLX verfügt außerdem über höherwertige neuronale Netz- und Optimierungspakete sowie Funktionstransformationen für automatische Differentiation und Graphenoptimierung."
Der neue M5-Prozessor ist beim Mac bislang nur im Einsteigermodell des MacBook Pro zu finden, dürfte im Jahr 2026 jedoch sukzessive in weiteren Baureihen Einzug halten. Neben einer höheren GPU- und KI-Leistung bietet der M5 im Vergleich zum M4 auch eine höhere Leistung im CPU-Bereich, sowohl bezogen auf Single-Core-Berechnungen (in etwa plus 13 Prozent) als auch bezogen auf Multi-Core-Berechnungen (in etwa plus 22 Prozent).
