Offiziell angekündigt wird macOS 27 zwar erst in sechs Wochen zur Entwicklerkonferenz WWDC26, eine geplante Änderung hat Apple nun jedoch schon vorab kommuniziert. Sie betrifft die Sicherheit im Netzwerk, konkret Verbindungen via TLS. Um Administratoren, Entwicklern und Herstellern von Gerätemanagement-Diensten genügend Vorlaufzeit zu geben, informiert das Unternehmen bereits jetzt darüber.
In einem neuen Support-Dokument von Apple heißt es dazu: "Bereits ab der nächsten großen Softwareversion könnten die Betriebssysteme von Apple (iOS, iPadOS, macOS, watchOS, tvOS und visionOS) aufgrund zusätzlicher Netzwerksicherheitsanforderungen Verbindungen zu Servern mit veralteten oder nicht konformen TLS-Konfigurationen ablehnen. [...]
Die neuen Anforderungen gelten für Netzwerkverbindungen, die direkt an folgenden Aktivitäten beteiligt sind: Verwaltung mobiler Geräte (MDM); Deklarative Geräteverwaltung (DDM); Automatische Geräteregistrierung; Installation von Konfigurationsprofilen; App-Installation, einschließlich der Verteilung von Unternehmens-Apps; Software-Updates.

Bild: Apple.
Ausnahmen: Netzwerkverbindungen zu einem SCEP-Server (während der Installation eines Konfigurationsprofils oder der Auflösung eines DDM-Assets) und zu Content-Caching-Servern (auch bei der Anforderung von Assets im Zusammenhang mit der App-Installation oder Software-Updates) sind davon nicht betroffen.
Anforderungen: Server müssen TLS 1.2 oder höher unterstützen, ATS-konforme Verschlüsselungssuiten verwenden und gültige Zertifikate vorweisen, die den ATS-Standards entsprechen."
Dies ist jedoch nicht die einzige Änderung, die für macOS 27 bereits bekannt ist. Bereits im vergangenen Jahr ließ das Unternehmen verlauten, dass macOS 27 ausschließlich auf Rechnern mit Apple-Prozessoren laufen und die Unterstützung für Intel-Macs eingestellt wird. macOS 27 entfernt zudem die Unterstützung für das veraltete Netzwerkprotokoll AFP und ist die letzte Version mit voller Rosetta-2-Unterstützung.
Eine erste Betaversion von macOS 27 wird Apple am ersten Tag der WWDC26 für Entwickler bereitstellen. Der öffentliche Betatest dürfte Anfang Juli anlaufen, mit der Finalversion (27.0) voraussichtlich Mitte oder Ende September und den ersten größeren Updates wahrscheinlich im Oktober (27.1) und Dezember (27.2). Mit der Markteinführung von macOS 27.0 fällt macOS Sonoma 14 aus dem aktiven Support und wird keine Sicherheitskorrekturen mehr erhalten.
