Der kostenfreie, quelloffene Passwortmanager KeePassXC erhält mit der in der Entwicklung befindlichen Version 2.8.0 mehrere Neuerungen. Dazu gehören die Datenbank-Synchronisierung mit externen Tools, Umstellung auf Qt6 und anpassbare Tastenkürzel. Eine erste Betaversion ist verfügbar.
Auch zahlreiche Sicherheitskorrekturen und -verbesserungen, Code-Modernisierungen und allgemeine Problembehebungen (inklusive macOS-spezifischer Fehlerkorrekturen) sind in KeePassXC 2.8.0 enthalten. Die Änderungsliste ist, mitsamt den Downloads, auf GitHub zu finden. Durch die Umstellung auf Qt6 könnten sich die minimalen Mac-Systemanforderungen leicht erhöhen (von macOS 12 auf 13), Intel-Macs werden aber noch unterstützt.

Bild: KeePassXC-Projekt.
KeePassXC basiert auf der quelloffenen Software KeePass und zeichnet sich durch native Clients für verschiedene Plattformen sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung und eine breite Sprachunterstützung aus. Häufig gestellte Fragen werden auf dieser Web-Seite beantwortet, dort ist auch das ausführliche Handbuch zu finden.
Der Funktionsumfang von KeePassXC ist unter macOS, Linux und Windows identisch, die verschlüsselten Datenbanken (.kdbx) lassen sich zwischen diesen Plattformen austauschen, zum Beispiel über ein lokales Netzwerk oder einen Online-Speicherdienst. Enthalten sind Erweiterungen für die Web-Browser Chrome, Edge, Firefox und Vivaldi zum automatischen Einfügen von Login-Daten. In Safari müssen Passwörter aus KeePassXC hingegen manuell per Zwischenablage eingetragen werden.
KeePassXC unterstützt den Import aus 1Password, Bitwarden und von CSV-Dateien.
Nachtrag: Das Open-Source-Projekt hat der Version 2.8 nun auch einen Blog-Eintrag gewidmet. Darin heißt es u. a.: "Die neue Version bietet zahlreiche lang erwartete neue Funktionen, viele Fehlerbehebungen und mehrere Sicherheitsupdates. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Umstellung von Qt5 auf Qt6, 'Auto-Type' unter Wayland (Linux), konfigurierbare Tastaturkürzel, die Fernsynchronisierung von Datenbanken mit externen Tools, die schnelle Entsperrung per Passwort unter macOS sowie die schnelle Entsperrung über Polkit unter Linux. [...]
Neben diesen wichtigen Funktionen und Änderungen haben wir auch zahlreiche Fehler aus früheren Versionen behoben und die allgemeine Stabilität sowie die Benutzerfreundlichkeit verbessert. Wir zeigen nun Vorschläge beim Hinzufügen weiterer Attribute an, haben die Anzahl der Passkey- und TOTP-Einträge in die Datenbankstatistiken aufgenommen, das Problem behoben, dass die Schriftgröße für Passwörter nicht der Schriftgröße der Anwendung entsprach, die Integration von AppImage in den Desktop verbessert und vieles mehr."
