Chrome: Version 155 des Web-Browsers behebt 247 Sicherheitslücken

07. Okt. 2026 11:00 Uhr - Redaktion

Google hat die Versionsreihe 155 des marktführenden Web-Browsers Chrome herausgegeben. Das Update schließt nach Herstellerangaben insgesamt 247 Sicherheitslücken, darunter viele mit kritischem und hohem Schweregrad eingestufte Schwachstellen. Aktiv ausgenutzt werden sie laut Google jedoch nicht.

Die beseitigten Sicherheitslücken ermöglichten es Angreifern unter Umständen, das Programm mittels manipulierter Web-Seiten zum Absturz zu bringen oder sogar Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Betroffen sind Komponenten wie die JavaScript-Engine V8, der Browserkern, die WebGL- und GPU-Unterstützung, die Erweiterungs-Schnittstelle und die Benutzeroberfläche.

Einzelheiten zu den Sicherheitskorrekturen sind auf dieser Web-Seite zu finden. Chrome-Nutzer sollten verfügbare Sicherheitsaktualisierungen laut Google zeitnah einspielen. Bereits mit den vorherigen Hauptversionen hatte Google in Chrome jeweils hunderte Schwachstellen beseitigt (die große Zahl kommt durch den Einsatz von LLM-basierten Werkzeugen zur Sicherheitsanalyse zustande).

Chrome 155 bietet außerdem Optimierungen für Stabilität, Leistung und Kompatibilität, kleinere Verbesserungen für die Benutzeroberfläche, erweiterte Unterstützung von Web-Standards und verschiedene Fehlerkorrekturen. Die Änderungen für Web-Entwickler dokumentiert Google im Chrome-Blog, über weitere Änderungen wird hier informiert.

 

 
Chrome
 
Chrome: Neue Versionsreihe 155 erschienen.
Bild: Google.

 

Die Aktualisierung auf den neuen Versionszweig 155 (aktuell ist Version 155.0.8059.40) kann manuell mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich.

Der Web-Browser setzt macOS Ventura 13 oder neuer voraus und basiert auf Googles Open-Source-Projekt Chromium, das unter anderem aus der Render-Engine Blink und der JavaScript-Engine V8 besteht. Ein Google-Account wird für die Nutzung von Chrome nicht zwingend benötigt, dieser dient unter anderem zur Synchronisierung von Browserdaten zwischen mehreren Installationen. Die deutschsprachige Dokumentation gibt es hier.

Mit einem weltweiten Marktanteil von rund 66 Prozent auf allen unterstützten Plattformen (Notebooks, Desktops, Smartphones, Tablets...) ist Chrome die klare Nummer eins im Browsersegment, gefolgt von Safari mit etwa 18 Prozent, Microsoft Edge mit rund 6 Prozent und Firefox mit ungefähr 3 Prozent.

Chrome für iPhone und iPad (nutzt Apples WebKit-Engine) liegt nun ebenfalls in der Version 155 vor, die Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen bietet. Benötigt wird mindestens iOS/iPadOS 18.