Das seit dem Frühjahr in der Entwicklung befindliche UTM 5.0, ein quelloffener Emulator und Virtualisierer, dreht eine weitere Testrunde: Neu hinzugekommen ist die DirectX-11-Grafikbeschleunigung für Windows-11-Gastsysteme. Diese Unterstützung liegt derzeit in experimenteller Form vor. Die Systemanforderungen sind angehoben worden.
Die Unterstützung für macOS Big Sur 11 und macOS Monterey 12 wurde eingestellt, UTM benötigt beginnend mit der Version 5.0 mindestens macOS Ventura 13. Die aktuelle Betaversion von UTM 5.0 ist auf GitHub zu finden. Zu den Neuerungen teilte das Open-Source-Projekt mit:
"(macOS) DirectX 11-Grafikunterstützung für Windows: Moderne beschleunigte Grafik für Windows 11 ist nun erstmals auf UTM verfügbar. Der Treiber befindet sich noch im experimentellen Stadium, und die Spielekompatibilität ist derzeit eingeschränkt. Vulkan 1.3-Grafikunterstützung für Linux: Vulkan 1.3 wird nun auf Linux-Gastsystemen mit VirtIO-Venus-Treibern in Mesa unterstützt. Darüber hinaus wird OpenGL 4.1 mit dem neuen Apple Core OpenGL-Backend unterstützt (nur macOS)."
Daneben gab es zahlreiche Problembehebungen, Detailverbesserungen und Optimierungen. Einzelheiten zur DirectX-Unterstützung beschreiben die Entwickler im UTM-Blog. Die Anwendung liegt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und etlichen weiteren Sprachen vor. Die Dokumentation zu UTM ist hier zu finden.

Bild: UTM-Projekt.
UTM ist gleichzeitig eine Virtualisierungssoftware und ein Emulator. Auf Intel-Macs können x86-basierte, auf Apple-Silicon-Macs ARM-basierte Betriebssysteme als Gastsystem eingerichtet werden. Der Emulator kann beispielsweise x86-basierte Betriebssysteme auf Apple Silicon auszuführen (oder ARM64 auf x86) - mit entsprechend geringer Geschwindigkeit bedingt durch die Emulation "Für Entwickler und Enthusiasten gibt es außerdem Dutzende anderer emulierter Prozessoren, darunter: ARM32, MIPS, PPC und RISC-V", so das Projekt.
UTM basiert auf der Open-Source-Software QEMU. "QEMU ist zwar leistungsfähig, kann aber mit seiner Fülle von Befehlszeilenoptionen und Flags schwierig einzurichten und zu konfigurieren sein. UTM wurde entwickelt, um den Benutzern die Flexibilität von QEMU zu bieten, ohne die steile Lernkurve, die damit verbunden ist." UTM unterstützt auch die Virtualisierung über Apples Virtualization Framework.
