Beim Web-Browser Chrome steht nach der Erhöhung der Mac-Systemanforderungen (die Unterstützung für macOS 12 wurde vor kurzem eingestellt) die nächste bedeutende Änderung an. Sie betrifft den Veröffentlichungsrhythmus. Beginnend mit der für Ende August geplanten Version 152 sollen neue Chrome-Versionen alle zwei Wochen (bisher alle vier Wochen) zur Verfügung gestellt werden.
Das Unternehmen teilte mit: "Die Webplattform wird ständig weiterentwickelt. Unser Ziel ist es, Entwicklern und Nutzern sofortigen Zugriff auf die neuesten Leistungsverbesserungen, Fehlerkorrekturen und neuen Funktionen zu ermöglichen. Wir haben unseren Releaseprozess schon immer an die Anforderungen des modernen Webs angepasst.
Jetzt stellen wir auf einen zweiwöchigen Releasezyklus um. Die Releases erfolgen zwar häufiger, aber ihr geringerer Umfang minimiert Unterbrechungen und vereinfacht das Debugging nach dem Release. Dank der jüngsten Prozessverbesserungen sind wir zuversichtlich, dass wir durch diese Umstellung unsere hohen Stabilitätsstandards beibehalten können."

Bild: Google.
In der Woche zwischen neuen Hauptversionen wird es jeweils eine Wartungsaktualisierung mit Fehler- und gegebenenfalls Sicherheitskorrekturen geben. Eine Ausnahme ist die Weihnachtszeit mitsamt Jahreswechsel: Hier ist eine vierwöchige Pause für Hauptversionen geplant, dazwischen dürfte es aber Wartungsupdates geben, falls notwendig.
Web-Browser, die auf dem Chromium-Projekt basieren, werden dem Beispiel Googles folgen. Auch Edge stellt beginnend mit der Version 152 auf einen zweiwöchigen Veröffentlichungsrhythmus um. Mozilla will dem nicht nachstehen und wechselt bei Firefox im Herbst ebenso auf dieses Modell.
Und Safari? Still ruht die See. Ein größeres Update für den Apple-Browser gibt es lediglich alle zwei Monate im Rahmen von Systemaktualisierungen (wie zuletzt mit macOS 26.6), ganz selten ergänzt von einem Sicherheitsupdate (meist ohne weitere Änderungen) dazwischen. Für Mac-Anwender, die mit einer möglichst aktuellen Web-Plattform unterwegs sein wollen, ist Safari künftig nicht mehr erste Wahl, schlichtweg weil Chrome, Edge, Firefox & Co. mit der Standards-Unterstützung und Kompatibilitätskorrekturen einfach viel schneller sind.
