Mit hohem Tempo wird seit einigen Monaten OpenLogi weiterentwickelt. OpenLogi ist ein neues Open-Source-Projekt mit dem Ziel, eine native und schlanke Software zur Konfiguration von Logitech-Eingabegeräten bereitzustellen, ganz ohne Account-Zwang und ohne Telemetrie. OpenLogi wird mit der speichersicheren Programmiersprache Rust entwickelt und liegt für macOS, Linux und Windows vor.
Mit der Version 0.8.0 (bereits nachgebessert und verfeinert mit den Versionen 0.8.1/0.8.2/0.8.3) sind wieder mehrere Neuerungen und Verbesserungen hinzugekommen. Das Projekt teilte mit: "Ein Gerät – ganz gleich, wie Sie es anschließen. Dieselbe Maus behält nun über Empfänger- und USB-Verbindungen hinweg eine Gerätekarte und einen Satz Einstellungen bei. Vorhandene Konfigurationen werden automatisch übertragen und vor dem ersten Speichern gesichert.
Ein neu gestalteter Geräte-Arbeitsbereich erleichtert die Verwaltung größerer Konfigurationen. Dank eines responsiven Rasters, kompakter Karten, einer übersichtlicheren Akkuanzeige, benutzerdefinierter Gerätenamen, skalierbarer Schnittstellenvoreinstellungen und eines speziellen Aktionsmenüs lassen sich Geräte schneller scannen und konfigurieren.
App-spezifische Profile lassen sich nun über die Benutzeroberfläche bearbeiten. Wählen Sie eine installierte Anwendung aus dem neuen Katalog aus, sehen Sie nach, welches Profil aktiv ist, und passen Sie die Tastenbelegungen an, ohne die TOML-Datei bearbeiten zu müssen.
Das Scrollen ist flüssiger und besser anpassbar. Integriertes flüssiges Scrollen, Einstellungen für die vertikale Empfindlichkeit, die Beibehaltung von Teilbewegungen, die neu zuweisbare Neigungssteuerung des Scrollrads sowie Korrekturen für nicht richtig funktionierende hochauflösende Scrollräder sorgen für ein gleichmäßigeres Scrollen sowohl mit dem Haupt- als auch mit dem Daumenrad.

Bild: openlogi.org.
Tasten können nun zwischen einem Antippen und einem Gedrückthalten unterscheiden. TOML-Bindungen können unabhängige Aktionen für kurzes und langes Drücken mit einer Schwelle von 500 ms zuweisen, während gedrückte Tastenkombinationen so lange aktiv bleiben, bis die Taste losgelassen wird."
OpenLogi läuft native auf Macs mit Apple- und Intel-Prozessor, die minimal benötigte macOS-Version wird nicht genannt. Die Software unterstützt seit kurzem auch Aktionsringe und Logitech-Webcams. Die gleichzeitige Nutzung von OpenLogi und Options+ ist nicht möglich. Die Entwickler betonen, dass derzeit intensiv an der Software gearbeitet wird, es Stabilitätsprobleme geben könnte und sich Funktionsumfang und Konfigurationsoptionen noch ändern können. Wie bei jedem quelloffenen Projekt gilt: Die Entwickler freuen sich über Verbesserungsvorschläge, Problemberichte und aktive Mitarbeit.
Selbstbeschreibung des Projekts: "Tasten neu belegen, DPI und SmartShift steuern und Profile je nach App wechseln – ganz ohne Logitech-Konto, Telemetrie oder die offizielle 'Options+'-Installation. Keine Cloud, reine TOML-Konfiguration; die einzigen Netzwerkaufrufe sind das Abrufen von Geräte-Images und eine optional aktivierbare, standardmäßig deaktivierte Update-Prüfung.
OpenLogi kommuniziert mit Logitech-HID++-Mäusen über einen Logi Bolt-Empfänger – oder eine direkte Bluetooth- bzw. kabelgebundene Verbindung –, ohne dass Logi Options+ ausgeführt werden muss. [...] Welche Mäuse werden unterstützt? MX Master 4, 3S und 3, MX Anywhere 3, Signature M650 und Ergo M575 – über einen Logi Bolt- oder Unifying-Empfänger, direkt über Bluetooth oder USB. Bei kabelgebundenen Tastaturen der G-Serie lässt sich die RGB-Beleuchtung steuern."
