Chrome: Version 154 des Web-Browsers behebt 108 Sicherheitslücken

23. Sep 2026 09:00 Uhr - Redaktion

Google hat die Versionsreihe 154 des Web-Browsers Chrome herausgegeben. Das Update schließt nach Herstellerangaben insgesamt 108 Sicherheitslücken, darunter viele mit kritischem und hohem Schweregrad eingestufte Schwachstellen. Aktiv ausgenutzt werden sie laut Google jedoch nicht. Seit kurzem erscheinen neue Chrome-Hauptversionen alle zwei Wochen (zuvor alle vier Wochen).

Die beseitigten Sicherheitslücken ermöglichten es Angreifern unter Umständen, das Programm mittels manipulierter Web-Seiten zum Absturz zu bringen oder sogar Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Betroffen sind Komponenten wie die JavaScript-Engine V8, die WebGL- und GPU-Unterstützung, die Erweiterungs-Schnittstelle und die Benutzeroberfläche.

Einzelheiten zu den Sicherheitskorrekturen sind auf dieser Web-Seite zu finden. Chrome-Nutzer sollten verfügbare Sicherheitsaktualisierungen laut Google zeitnah einspielen. Bereits mit den vorherigen Hauptversionen hatte Google in Chrome jeweils hunderte Schwachstellen beseitigt (die große Zahl kommt durch den Einsatz von LLM-basierten Werkzeugen zur Sicherheitsanalyse zustande).

Chrome 154 bietet außerdem Optimierungen für Stabilität, Leistung und Kompatibilität, kleinere Verbesserungen für die Benutzeroberfläche, erweiterte Unterstützung von Web-Standards und verschiedene Fehlerkorrekturen. Die Änderungen für Web-Entwickler dokumentiert Google im Chrome-Blog, über weitere Änderungen wird hier informiert.

 

 
Chrome
 
Chrome: Neue Versionsreihe 154 erschienen.
Bild: Google.

 

Die Aktualisierung auf den neuen Versionszweig 154 (aktuell ist Version 154.0.8037.57) kann manuell mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich.

Der Web-Browser setzt macOS Ventura 13 oder neuer voraus und basiert auf Googles Open-Source-Projekt Chromium, das unter anderem aus der Render-Engine Blink und der JavaScript-Engine V8 besteht. Ein Google-Account wird für die Nutzung von Chrome nicht zwingend benötigt, dieser dient unter anderem zur Synchronisierung von Browserdaten zwischen mehreren Installationen. Die deutschsprachige Dokumentation gibt es hier.

Mit einem weltweiten Marktanteil von rund 69 Prozent auf allen unterstützten Plattformen (Notebooks, Desktops, Smartphones, Tablets...) ist Chrome die klare Nummer eins im Browsersegment, gefolgt von Safari mit etwa 16 Prozent, Microsoft Edge mit rund 5 Prozent und Firefox mit ungefähr 3 Prozent.

Chrome für iPhone und iPad (nutzt Apples WebKit-Engine) liegt nun ebenfalls in der Version 154 vor, die Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen bietet. Benötigt wird mindestens iOS/iPadOS 18.