Apple-Quartalszahlen: Mac-Umsatz wächst um 30 Prozent

31. Juli 2026 09:00 Uhr - Redaktion

Apple hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus von 16 Prozent (auf 109,4 Milliarden US-Dollar) und einen Gewinnzuwachs von 29 Prozent (auf 2,02 US-Dollar je Aktie) verzeichnet. Die Mac-Sparte präsentierte sich besonders stark: Der mit Apple-Rechnern erzielte Umsatz kletterte um rund 30 Prozent von 8 auf 10,4 Milliarden US-Dollar. In puncto exorbitant gestiegener RAM-Preise ist CEO Tim Cook jedoch wenig zuversichtlich: "Wir rechnen mit noch höheren Speicherkosten", sagte er.

Der Konzern profitierte im vergangenen Quartal von Zollrückerstattungen, die mit 0,11 US-Dollar zum Gewinn beigetragen haben. In absoluten Zahlen lag der Gewinn bei 29,8 Milliarden US-Dollar nach 23,4 Milliarden US-Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Erwartungen der Analysten für das vergangene Quartal von 108,7 Milliarden US-Dollar (Umsatz) und 1,89 US-Dollar (Gewinn) hat Apple auch ohne Zollrückerstattungen leicht übertroffen. Allerdings blieben die mit Dienstleistungen und Tablets erzielten Umsätze unter den Prognosen.

Mit iPhones erwirtschaftete Apple Einnahmen in Höhe von 54,3 Milliarden US-Dollar (Vorjahresquartal: 44,6 Milliarden US-Dollar). Die Dienstleistungssparte erreichte einen Umsatz von 30,7 Milliarden US-Dollar (27,4 Milliarden US-Dollar). Der mit Macs erzielte Umsatz stieg von 8 auf 10,4 Milliarden US-Dollar. Die Einnahmen aus dem Geschäftsbereich Wearables, Home und Zubehör kletterten von 7,4 auf 7,9 Milliarden US-Dollar, während die Tablet-Sparte von 6,6 auf 6,2 Milliarden US-Dollar schrumpfte.

In allen Regionen erzielte der Mac- und iPhone-Hersteller ein Umsatzwachstum. Die Verteilung: Amerika mit 45,8 Milliarden US-Dollar Umsatz (Vorjahresquartal: 41,2 Milliarden US-Dollar), Europa mit 29,4 Milliarden US-Dollar (24 Milliarden US-Dollar), China mit 18,8 Milliarden US-Dollar (15,4 Milliarden US-Dollar), Japan mit 6,6 Milliarden US-Dollar (5,8 Milliarden US-Dollar) und Asien-Pazifik mit 8,9 Milliarden US-Dollar (7,7 Milliarden US-Dollar).

 
MacBook Neo
 
MacBook Neo: Nachfrage laut Apple viel stärker als erwartet.
Bild: Apple.

 

Die Stärke des Mac-Segments führt Cook auf die sehr hohe Nachfrage nach dem MacBook Neo und den neuen MacBook-Pro-Modellen zurück. Die immense Verteuerung von Speichermodulen - im DRAM-Markt gibt es lediglich drei Anbieter - und die Knappheit von Produktionskapazitäten für fortgeschrittene Chips bleibe jedoch eine Herausforderung, sagte Cook. Immerhin gebe es in einem anderen Bereich eine Entspannung: "Wir rechnen mit niedrigeren Kosten für bestimmte Nicht-Speicherkomponenten."

Ob Apple die Wachstumsraten angesichts der im Juni vorgenommenen Preiserhöhung für Macs, iPads und weitere Produkte sowie der für September erwarteten (aber noch nicht bestätigten) Preiserhöhung für die neuen iPhone-Modelle halten kann, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings betont Cook die deutlich stärker als erwartete Nachfrage, die mitunter zu längeren Lieferzeiten führt:

"Wir rechnen weiterhin mit einer hohen Nachfrage. Angesichts der geringeren Flexibilität in der Lieferkette gehen wir jedoch davon aus, dass sich die Auswirkungen der Lieferengpässe im Vergleich zum Vorquartal deutlich verstärken werden. [...] Es ist ein unglaublich starker Produktzyklus bei iPhone und Mac, der tatsächlich zu einer Nachfrage geführt hat, die unsere Erwartungen übertroffen hat."

"Wir sind sehr zufrieden mit unserer Rekordgeschäftsentwicklung in diesem Quartal, in dem sowohl beim Gewinn pro Aktie als auch beim operativen Cashflow neue Rekorde für das Juni-Quartal aufgestellt wurden", sagte Kevan Parekh, Finanzvorstand von Apple. "Auch unsere installierte Basis aktiver Geräte erreichte in allen wichtigen Produktkategorien und geografischen Segmenten einen neuen Allzeit-Höchststand."

Apple gab im vergangenen Quartal 11,7 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung aus, nach 8,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das dritte Quartal des Apple-Geschäftsjahres 2026 begann am 28. März 2026 und wurde am 27. Juni 2026 abgeschlossen. Apples Geschäftsjahr weicht vom Kalenderjahr ab.