Intel gibt Startschuss für neue Prozessorarchitektur

06. Jan. 2015 14:00 Uhr - sw

Grünes Licht für "Broadwell": Intel hat die Verfügbarkeit der neuen Prozessorarchitektur bekannt gegeben. Sie ebnet den Weg für die nächste Generation von Macs. "Broadwell" bietet gegenüber der Vorgängerplattform "Haswell" eine höhere Rechen- und Grafikleistung bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch dank 14-Nanometer-Fertigung.

Mit "Broadwell" stellt Intel die Prozessorproduktion vom 22- auf das 14-Nanometer-Verfahren um. Geringere Strukturbreiten ermöglichen eine größere Energieeffizienz, zudem finden mehr Transistoren auf der gleichen Grundfläche Platz. "Der Thermal Design Point (TDP) wurde im Vergleich zur vorigen Prozessorgeneration bei gleichbleibender Leistung und verbesserter Akkulaufzeit mehr als halbiert", verspricht Intel.



Die Umstellung des Fertigungsverfahrens verlief allerdings nicht problemlos. Intel musste mehrere Hürden umschiffen, was die Markteinführung von "Broadwell" um viele Monate verzögerte. Ursprünglich sollte "Broadwell" bereits Anfang 2014 eingeführt werden. "Durch den Einsatz der zweiten Generation von Tri-Gate Transistoren bei der 14nm Fertigung bieten wir im Branchenvergleich ein erheblich minimiertes Kosten-pro-Transistor-Verhältnis bei maximierter Transistordichte. Das klare Bekenntnis zum Mooreschen Gesetz bildete die Grundlage für die Entwicklung des neuen 14nm Produktionsprozesses", so Intel-Manager Mark Bohr.

"Broadwell"-CPUs sind bei gleicher Taktfrequenz nicht nur sparsamer als ihre "Haswell"-basierten Vorgänger, sondern liefern zudem eine um bis zu zehn Prozent höhere Rechenleistung. Die integrierten Grafikchips sollen eine um bis zu 22 Prozent schnellere Darstellung von 3D-Grafiken ermöglichen und die Videokonvertierung um bis zu 50 Prozent beschleunigen. Die Akkulaufzeit steigt um bis zu 1,5 Stunden. Ebenfalls neu sind Unterstützung für OpenGL 4.3 und OpenCL 2.0.

"Broadwell" liefert die Basis für verbesserte Macs. Es ist davon auszugehen, dass Apple die Baureihen MacBook Air, MacBook Pro, iMac und Mac mini in den kommenden Monaten auf "Broadwell" umstellen wird. In diesem Zusammenhang wird bereits seit längerer Zeit über ein dünneres, lüfterloses Zwölf-Zoll-MacBook-Air mit Retina-Display und extrem langer Akkulaufzeit spekuliert.

Beim Mac Pro stellt sich die Situation anders dar, weil Intel bei Workstation-Prozessoren einer anderen Roadmap folgt. In der Desktop-Workstation kommen derzeit Xeon-Prozessoren der Serie "Ivy Bridge-E" zum Einsatz (Xeon E5v2). Diese wurden erst vor kurzem durch "Haswell"-basierte Modelle (Xeon E5v3) abgelöst (MacGadget berichtete).

Kommentare

...neuen Mac mini mit 4 Kernen und einer Taktfrequenz um die 3 GHz (man will ja nicht unbescheiden sein).

Die Einstellung des Quadcore Mac mini war ein ganz, ganz großer Fehler, der Apple schlechte Presse beschert und die User sauer und unzufrieden gemacht hat!

Nachbessern, aber pronto!

aber noch dauern: lt. heise ist zwar der Startschuß für die neuen Prozessoren gefallen, aber nur für die schwächeren Dualcore Modelle (mit einem -U im Namen).

Die 4 Kerner kommen voraussichtlich erst im 2.Quartal 2015, wenn es nicht wieder verschoben wird - da wird man sich wohl noch eine Weile gedulden müssen.