Apple stellt neues MacBook Air mit Retina-Display, Thunderbolt 3 und Touch ID vor

30. Okt. 2018 18:00 Uhr - Redaktion

Das MacBook Air zählt seit Jahren zu den beliebtesten Mobilmacs. Nun hat Apple das Notebook vollständig überarbeitet. Das 2018er Modell ist nicht nur kompakter, leichter und dünner, es verfügt außerdem über einen 13,3-Zoll-Retina-Bildschirm, aktuelle Intel-Prozessortechnik, Thunderbolt 3 und den Touch-ID-Fingerabdruckscanner. Die Preise beginnen bei 1349 Euro.

Aktuelle Technik, kompakteres Design, Retina-Bildschirm

Das neue MacBook Air wird von einem Zweikern-Core-i5-Prozessor der achten Intel-Generation (Amber Lake) mit 1,6 GHz angetrieben, der über vier MB L3-Cache und vier CPU-Threads verfügt. Die Taktrate wird bei Bedarf per Turbo-Boost-Technik auf bis zu 3,6 GHz erhöht. Gegenüber dem Vorgängermodell ergibt sich ein Leistungszuwachs von etwa 30 Prozent. Standardmäßig gibt es acht GB Arbeitsspeicher, optional sind 16 GB erhältlich (LPDDR3 mit 2,13 GHz). Für die Grafikdarstellung sorgt der Intel-Grafikchip UHD Graphics 617.

 

 

Der 13,3-Zoll-Retina-Monitor hat eine Auflösung von 2560 mal 1600 Pixeln bei 227 ppi im Format 16:10. Er stellt 48 Prozent mehr Farben dar als das Vorgängermodell. Auffällig ist der deutlich schmalere Displayrand. Insgesamt ist das neue MacBook Air etwas leichter (100 Gramm weniger) sowie etwas dünner und kompakter (geringere Abmessungen) als die vorherige Generation.

Touch-ID-Fingerabdrucksensor, Thunderbolt 3, T2-Chip

Das 2018er MacBook Air ist mit der verbesserten dritten Generation der Butterfly-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung ausgestattet und verfügt jetzt über ein Force-Touch-Trackpad mit 20 Prozent vergrößerter Fläche. Eine weitere wichtige Neuerung ist der Touch-ID-Fingerabdruckscanner inklusive Mehrbenutzerunterstützung. Die Tastatur verfügt über traditionelle F-Tasten, eine Touch-Bar gibt es nicht.

An Schnittstellen stehen zwei kombinierte Thunderbolt-3-/USB-C-Anschlüsse sowie ein Kopfhörerausgang zur Verfügung. Außerdem gibt es WLAN nach 802.11ac, Bluetooth 4.2, eine FaceTime-HD-Kamera, drei statt zwei Mikrofone sowie Stereo-Lautsprecher mit besserer Audioqualität.

 

 

Das neue MacBook Air kann gleichzeitig drei Bildschirme ansteuern: Das eingebaute Retina-Display und bis zu zwei externe Monitore (entweder 2x 4K bei 60 Hz oder 1x 5K bei 60 Hz). Leistungsstärkere Grafikkarten lassen sich bei Bedarf extern via Thunderbolt 3 anschließen. Die Akkulaufzeit gibt Apple wie beim Vorgängermodell mit bis zu zwölf Stunden an.

Das MacBook Air lässt sich mit bis zu 1,5 TB großen SSD-Laufwerken bestellen, die um bis zu 60 Prozent schneller sind als die SSDs des Vorgängermodells. Der integrierte T2-Chip sichert den Touch-ID-Sensor und den Bootvorgang ab und stellt zudem SSD-Controller mit Verschlüsselung und HEVC-Transcoder bereit.

Das neue MacBook Air (13,3-Zoll-Retina-Display) im Überblick

Erstes Basismodell: Zweikern-Core i5 mit 1,6 GHz (vier Threads, via Turbo-Boost bis zu 3,6 GHz), acht GB Arbeitsspeicher, SSD mit 128 GB, 2x Thunderbolt 3, Touch-ID, UHD Graphics 617. Preis: 1349 Euro.

Zweites Basismodell: Zweikern-Core i5 mit 1,6 GHz (vier Threads, via Turbo-Boost bis zu 3,6 GHz), acht GB Arbeitsspeicher, SSD mit 256 GB, 2x Thunderbolt 3, Touch-ID, UHD Graphics 617. Preis: 1599 Euro.

Verfügbare Farben: Silber, Spacegrau und Gold. 16 GB Arbeitsspeicher gibt es für 240 Euro Aufpreis, größere SSDs kosten ab 250 Euro Aufpreis. Das neue MacBook Air kann ab sofort vorbestellt werden und kommt am 06. November in den Handel. Es wird mit 30-Watt-USB-C-Netzteil sowie einem zwei Meter langen USB-C-Ladekabel geliefert.

Nachtrag (31. Oktober): Details zum Prozessor ergänzt.

Kommentare

Das neue MacBook Air ist das, was eigentlich das 12" MacBook hätte sein sollen, aber leider nie wurde: Vernünftige Display-Größe, zwei Ports (Thunderbolt 3 statt nur USB-C), echte Notebook-Prozessoren anstatt lahmer ultramobile CPUs, Touch ID und unverändert schickes Design.

Gutes, durchdachtes Produkt! Wird definitiv seine Käufer finden, z. B. mich.

Das gefällt mir. Es stand zu befürchten, dass das Air sang und klanglos untergeht. Das 12" Macbook gefällt mir aus diversen Gründen nicht, umso mehr freue ich mich übers neue Air mit moderner Technik. Ich denke, ich kann das Upgrade vom Modell 2012 wagen. Ich werde noch bissl warten, bis die Geräte im Fachhandel angekommen sind, dann wirds preislich günstiger.

Leistungsstärkere Grafikkarten lassen sich bei Bedarf extern via Thunderbolt 3 anschließen.

Und genau DAS ist meines Erachtens ein weiteres Killer-Feature. Unterwegs schlank, leicht & mit langer Akku-Laufzeit, zu Hause eine 570er oder 580er Radeon dran.

Komisch nur, dass es keine stärkere CPU als Option gibt.

haben im August ein maximal ausgestattetes Mac Book Air (2017) angeschafft, obwohl das noch in Verwendung befindliche Mac Book Air Mid 2011 (!) durch Mojave Patcher auf dem neuesten Stand gerade noch zufriedenstellend arbeitete, und sehen uns bestätigt.

Mac Book Air 2018:
Touch-ID: Angenehmes Feature :)) / Retina Display: Nett, aber für den täglichen Bedarf nicht unbedingt notwendig / Thunderbolt 3: Zu schnell für dieses Gerät - wir haben überwiegend Thunderbolt 1 und 2 Equipment und werden das nicht zum Fenster herauswerfen ;-) / CPU Unterirdisch (um MB und MBP nicht zu gefährden - typisch Apple-Marketing) 

Nachteile:
Butterfly-Tastatur (3. Generation – viele werden sich später ärgern... wetten?) – steht nicht in der Beschreibung der technischen Daten – warum wohl?

Wir freuen uns über das 2017er Mac Book Air:
MagSafe
SD-Slot (von uns häufig benutzt)
USB-A-3.0 (wir wollen keinen extra Beutel mit Adaptern mit uns herumführen und unsere besten Sticks mit 128GB und 250GB sind noch USB 3)
Der Preis war über einen Drittanbieter ein Genuss :))
 

von-Windows über 15 Jahre ermüdet... ;-) seit 2010: 5xAir-13"-4xiMac 27"-altesMBP 15"-alterMacPro-5xiMac 21"-iPhones+iPads

sonst würde das MBP nicht mehr gekauft werden, denke ich

Die CPU ist sogar etwas neuer als angegeben (Amber Lake statt Coffee Lake, aber beides 8gen) und auf jeden Fall deutlich schneller als das alte MBA und lässt auch das 12" MB hinter sich. Dadurch dass der T2 Chip die SSD-Verschlüsselung übernimmt, muss sich die CPU nicht darum kümmern, wodurch mehr Rechenleistung verfügbar ist. Dito bei HEVC, ebenfalls im T2 integriert.

Die modernen Schnittstellen sind sehr zu begrüßen. Thunderbolt 3 mit USB-C ist einfach die Zukunft und man kann das neue MBA jederzeit mit einer externen Grafikkarte schneller machen (eGPU Leistung kommt heutzutage bekanntlich dem Gesamtsystem zugute).

Mir gefällt das neue MBA, allerdings ist Apples Notebook-Lineup im unteren und mittleren Segment jetzt sehr chaotisch. Neues MBA, 12" MB und 13" MBP ohne Touchbar - nicht wirklich übersichtlich. Hier sollte Apple aufräumen. Für das 12" MB sehe ich persönlich kaum noch Platz. Es ist teurer und langsamer als das neue MBA, mit kleinerem Display, ohne Thunderbolt 3, ohne Touch-ID und ohne T2. Ok, es ist leichter, aber sonst...

Das neue Macbook Air und das kleinste Macbook Pro sind nahezu deckungsgleich, was Display, Ramgröße, SSDgröße, Abmessungen, Gewicht, Schnittstellen und wahrscheinlich auch Leistung angeht. Selbst der Preisunterschied (UVP) liegt bei nur 150 Euro und dürfte im Handel noch kleiner werden.

Ich denke, Apple hat es überhaupt nur deshalb rausgebracht, weil der Markt es vehement verlangt hat. Wirklich Sinn macht es nicht im Produktportfolio. Höchstens dann, wenn man dafür das kleine MB Pro auslaufen lässt. Für das 12" MB sehe ich keinen Markt mehr, außer, man würde es jetzt als Einsteigermodell nach unten für 999 Euro positionieren.

Es gibt schon noch zwei bedeutende Unterschiede zwischen dem neuen MacBook Air und dem MacBook Pro ohne Touch Bar: Letzteres hat die leistungsstärkeren Prozessoren und ein helleres Display mit breiterem Farbraum (P3) sowie schnellere Grafik. Ich kann es mir eigentlich nur so erklären, dass das MacBook Pro ohne Touch Bar in den nächsten Monaten mit schnelleren CPUs (8. Generation) und mit Touch ID aktualisiert wird, dann wäre das Bild wieder stimmig.

Das 12" MacBook macht nun wirklich keinen Sinn mehr. Ausweg wäre vielleicht, es auf 1099 oder gar 999 € zu reduzieren, damit es den unteren LowEnd-Bereich abdeckt.