Microsoft hat den Web-Browser Edge in der Version 150 veröffentlicht. Das Update schließt 382 Sicherheitslücken durch Integration des aktuellen Chromium-Unterbaus. Darunter sind viele mit kritischem und hohem Schweregrad eingestufte Sicherheitslücken, die es Angreifern unter Umständen ermöglichen, das Programm mittels manipulierter Web-Seiten zum Absturz zu bringen oder Schadcode einzuschleusen und auszuführen.
Darüber hinaus bietet Edge 150 zahlreiche Fehlerkorrekturen und Optimierungen für Stabilität, Leistung und Zuverlässigkeit, die Benutzeroberfläche, die Entwicklerwerkzeuge, die Kompatibilität mit Web-Inhalten, die Unterstützung von Web-Standards und weitere Bereiche. Die funktionellen Erweiterungen, unter anderem für die Integration mit Microsoft-Diensten, sind auf dieser Web-Seite aufgeführt.
Aufgrund der Sicherheitsproblematik empfiehlt Microsoft eine baldige Installation des Updates. Edge 150 wird schrittweise für bestehende Installationen ausgeliefert und ist auch via Web erhältlich. Aktuell ist nun die Version 150.0.4078.48, die mindestens macOS Monterey 12 benötigt. Wichtig: Mit der Versionsreihe 151 endet die Unterstützung für macOS 12 – Edge 151 aufwärts setzt mindestens macOS Ventura 13 voraus.

Bild: Microsoft.
Edge basiert auf dem von Google geführten Open-Source-Projekt Chromium (bestehend aus der Render-Engine Blink und der JavaScript-Engine V8). In Edge ist die Microsoft-Suchmaschine Bing voreingestellt. Der Browser unterstützt Chrome-Erweiterungen, bietet einen Tracking- und Phishing-Schutz, einen Passwortmanager und eine Synchronisierung von Browser-Daten zwischen mehreren Installationen.
Da Edge eng mit Microsoft 365 und Anwendungen wie Microsoft Teams verzahnt ist, bietet sich der Browser vor allem für Anwender und Unternehmen an, die Microsofts Cloud- und Software-Dienste intensiv nutzen. Der Browser kommt laut StatCounter auf einen Marktanteil von rund fünf Prozent (Desktops, Notebooks, mobile Endgeräte) bzw. elf Prozent (nur Desktops und Notebooks).
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