Das seit dem Frühjahr im Betatest befindliche FRITZ!OS 8.50 wartet mit vielen Neuerungen auf, darunter Matter-Bridge-Unterstützung für die FRITZ!Box 5690 Pro, eine optimierte Kommunikation mit der MyFRITZ!App, ein verbesserter FRITZ!Box-Wechsel, Warnungen vor potenziell unsicheren Portfreigaben, ein DNS-Filter und eine Priorisierungsfunktion für Echtzeitanwendungen. Nun hat der Hersteller weitere Neuheiten bekanntgegeben.
"Mit FRITZ! Failsafe – dem Ausfallschutz der FRITZ!Box – bleiben FRITZ!-Anwender bereits heute immer online. Mit dem neuen FRITZ! Labor ist es nun möglich, das FRITZ! Failsafe direkt auf den FRITZ!Box-4G- und -5G-Modellen zu nutzen. Dazu haben diese Modelle erstmals die Möglichkeit erhalten, einen Internetzugang über einen LAN-Anschluss zu nutzen, zum Beispiel via vorgeschaltetem ONT an einem Glasfaseranschluss. Das FRITZ! Failsafe stellt dann sicher, dass bei einer Störung der Festnetzverbindung die Mobilfunkverbindung vorübergehend die Internetversorgung im Heimnetz übernimmt", teilte das Berliner Unternehmen mit.
Im Zusammenspiel mit FRITZ!OS 8.50 gibt es auch für die MyFRITZ!App weitere Neuerungen. Dazu der Hersteller: "Mit dem neuen Smart Check zeigt die MyFRITZ!App den aktuellen Zustand der FRITZ!Box direkt auf dem Startbildschirm der App an. So erhalten Nutzer von FRITZ!-Produkten in verschiedenen Themenkategorien wie Internet, Telefonie, Heimnetz, WLAN, LAN, USB, Smart Home und Sicherheit hilfreiche Empfehlungen, Hinweise und Warnungen – jeweils mit konkreten Hilfestellungen zur schnellen Umsetzung.
Der Smart Check weist beispielsweise auf die fehlende Mesh-Verbindung zu einem Repeater hin oder gibt Tipps, wie sich ungewünschte Anrufe zu Sonderrufnummern blockieren lassen. So behalten Anwender den Überblick. Auf der Startseite der App wird in der Beta-Version der aktuelle Smart-Check-Status auf einen Blick sichtbar – ein Tipp auf „Smart Check" öffnet die vollständige Auswertung."
Eine Betaversion von FRITZ!OS 8.50 ist für mehrere Modelle verfügbar (während der Test- und Entwicklungsphase läuft die Systemaktualisierung als Version 8.40). Weitere Geräte sollen schrittweise ergänzt werden. Einen Erscheinungstermin für die Finalversion gibt es indes noch nicht. Auf die Betaversion aktualisierte Geräte können laut Hersteller jederzeit auf die vorherige Versionsreihe zurückwechseln.
Die bereits seit einiger Zeit festehenden Neuerungen des FRITZ!OS 8.50: "Verbesserter FRITZ!Box-Wechsel: Der Assistent, der beim Übertragen von Einstellungen auf eine neue FRITZ!Box hilft, wurde optimiert. Nicht verwendete Geräte lassen sich nun vor dem Wechsel entfernen und Anwender erhalten hilfreiche Hinweise.
Optimierte Kommunikation mit der MyFRITZ!App: Die Kommunikation und Benachrichtigungen zwischen FRITZ!Box und MyFRITZ!App wurden verbessert und sind eine Vorbereitung auf MyFRITZ!App-Erweiterungen. Die App soll noch zentraler und benutzerfreundlicher als Einstiegspunkt für die Einrichtung und Steuerung des Heimnetzes dienen. Sie analysiert das Heimnetz und gibt Anwendern Empfehlungen, um die Einstellungen zu optimieren.

Foto: FRITZ!.
Lokaler Zugriff auf die FRITZ!Box: Die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box ist nun zusätzlich über die Adresse fritzbox.local erreichbar. Dies kann in vielen Fällen Browserwarnungen vermeiden und den Zugriff vereinfachen. Kindersicherung: Die Ereignismeldungen der Kindersicherung zeigen nun auch Informationen über das Gerät, das eine blockierte IP-Adresse aufgerufen hat.
Einfacher Telefonie-Modus: Über diesen neuen Modus lassen sich die Soft Keys nun auch als Schnellwahltasten nutzen, wobei jede Taste mit einer Rufnummer oder einer Funktion belegt werden kann. SOS-Notruf: Der SOS-Ruf ermöglicht das Hinterlegen von bis zu vier Notfallkontakten, die im Ernstfall automatisch nacheinander angerufen werden. Darüber hinaus ist es nun möglich die Dauer und die Wiederholung der Anrufsequenz individuell einzustellen. Rufnummern innerhalb eines Telefonbucheinträge der FRITZ!Box lassen sich nun auch nachträglich im FRITZ!Fon verschieben und sortieren.
Warnung vor potenziell unsicheren Portfreigaben: Nutzer werden nun bei der Konfiguration von Portfreigaben auf Ports hingewiesen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten. Überlastschaltung für intelligente Steckdosen. Die smarten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 lassen sich nun beim Überschreiten einer definierten Leistung nach einer festgelegten Dauer ausschalten.
Routine mit mehreren Auslösern einstellbar: Ab dem kommenden Release können Anwender für Routinen eine Wenn-Dann-Verknüpfung mit mehreren Auslösern definieren, sodass die Routine durch verschiedene Smart-Home-Geräte gestartet wird.
Mit dem neuen FRITZ!OS kommen Erweiterungen für noch stabilere und schnellere Verbindungen hinzu, die insbesondere bei echtzeitrelevanter Kommunikation wie beispielsweise Videokonferenzen zum Tragen kommen. Hier erfolgt die Erkennung und entsprechende Priorisierung komplett automatisch. Läuft gerade eine solche Kommunikation, wird die Priorisierung in der Benutzeroberfläche am Netzwerkgerät angezeigt. Auch bis zu 24 Stunden später kann man diese noch auf der Detailseite nachvollziehen.
Mit FRITZ!OS 8.40 blockiert der neue DNS-Filter Werbung, Tracker und Malware direkt auf DNS-Ebene, ohne zusätzliche Hardware. Die Konfiguration erfolgt einfach über die Weboberfläche unter Heimnetz > Netzwerk > Netzwerkeinstellungen > Erweiterte Netzwerkeinstellungen ändern > DNS-Filter. Filterlisten können hinzugefügt und periodisch oder manuell aktualisiert werden, was zu einem sichereren Internetzugang beiträgt. Die Filterung wirkt geräteübergreifend, solange die FRITZ!Box als DNS-Server genutzt wird. Ausnahmen können bei Bedarf konfiguriert werden."
