Der Entwickler und Sicherheitsforscher Patrick Wardle hat die kostenlose, quelloffene Firewall-Software LuLu in der Version 4.5.2 zum Download bereitgestellt. Neu sind Unterstützung für das "Liquid Glass"-Oberflächendesign ab macOS 26, eine reduzierte Arbeitsspeicherauslastung sowie Verbesserungen für Netzwerkregeln und die Handhabung von Systemprozessen.
Das ab macOS Catalina 10.15 lauffähige LuLu blockiert ausgehende Internetverbindungen, sofern diese nicht ausdrücklich vom Anwender genehmigt werden. Damit empfiehlt sich das mehrsprachige Programm als Ergänzung zur Programm-Firewall von macOS, die sich um eingehende Verbindungen kümmert. LuLu unterstützt das Anlegen von Profilen mit unterschiedlichen Netzwerkregeln für unterschiedliche Aufenthaltsorte oder Einsatzzwecke.
Zu den Neuerungen der Version 4.5.2 teilte der Autor mit: "Native „Liquid Glass“-Benutzeroberfläche (macOS 26+): Verbindungsmeldungen, Dialogfelder sowie die Fenster Start, Update und Info verwenden nun das native 'Liquid Glass'-Design. Verbesserung beim Speicherzuwachs von Erweiterungen: Warnmeldungen, auf die nie reagiert werden konnte (z. B. weil die App während der Übertragung geschlossen wurde), führten dazu, dass Abläufe angehalten und dauerhaft blockiert blieben; diese werden nun bereinigt.
Keine doppelten Regeln mehr: Wenn zwei Warnmeldungen für denselben Eintrag beantwortet werden, werden nicht mehr zwei identische Regeln erstellt. Verbesserte Behandlung delegierter Flows: Flows, die von einem Systemprozess (z. B. mDNSResponder) im Auftrag einer App erstellt werden, werden nun als von dieser App stammend gewertet, anstatt nach Beendigung der App abgelehnt zu werden."

Bild: Patrick Wardle.
Das quelloffene LuLu basiert auf Apples Network Extension Framework. "LuLu nutzt das neue Netzwerkerweiterungs-Framework von Apple. Da Apple weiterhin die Stabilität dieses Frameworks verbessert, wird empfohlen, vor der Installation von LuLu auf die neueste Version von macOS zu aktualisieren", erläutert Wardle. Wie bei jedem Open-Source-Projekt können Anwender auch bei LuLu Verbesserungsvorschläge und Problemberichte via GitHub veröffentlichen.
"In der heutigen vernetzten Welt ist es selten, dass eine Anwendung oder ein Schadprogramm nicht mit einem Remote-Server kommuniziert. [...] Die integrierte Firewall von Apple blockiert nur eingehende Verbindungen. LuLu wurde entwickelt, um ausgehende Verbindungen zu erkennen und zu blockieren, z. B. solche, die von Malware erzeugt werden, wenn die Malware versucht, eine Verbindung zu ihrem Command & Control-Server herzustellen, um Aufgaben zu erfüllen oder Daten zu exfiltrieren", so der Entwickler.
LuLu bietet einen stillen Modus, bei dem es keine Notifikationen gibt, und lässt sich über ein systemweites Menü temporär deaktivieren. Auf Wunsch können Apple-Programme sowie alle bereits vorhandenen Anwendungen bei der Installation für die Firewall freigeschaltet werden. Die ausführliche Dokumentation bietet der Entwickler auf seiner Web-Seite an.
Weitere Mac-Programme von Wardle sind die Anti-Malware-Tools KnockKnock und BlockBlock sowie der Systemmonitor TaskExplorer.
