Nächste Preiserhöhungsrunde bei Apple

16. Juli 2026 10:00 Uhr - Redaktion

Ende Juni hat Apple die Preise für viele Produkte zum Teil deutlich erhöht - als Reaktion auf stark gestiegene Einkaufskosten für Arbeitsspeicher und SSD-Laufwerke. iPhone und Apple Watch blieben zwar erst einmal außen vor, allerdings sind für diese Produkte höhere Preise im Rahmen der Ankündigung neuer Modelle zu erwarten. Unterdessen hat der Hersteller die Preise in einem anderen Bereich angehoben.

In den USA haben sich für das Servicepaket AppleCare+ die Abogebühren für Produkte wie Mac und iPad um rund fünf US-Dollar pro Jahr erhöht. Dies gilt bislang nur für Neuabonnenten und derzeit nicht in anderen Ländern und noch nicht für iPhone und Apple Watch. Allerdings dürfte sich dies im September - in dem Monat stellt Apple traditionell neue Modelle von iPhone und Apple Watch vor - ändern.

Ob Preiserhöhungen für weitere Dienste, wie beispielsweise iCloud+ oder Apple Music, folgen werden, bleibt abzuwarten. Apple steht damit in der Branche nicht allein. Egal ob Hardware, Software oder Abo-Dienste - die Preiskurven zeigen seit Jahren nach oben und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.

 
AppleCare+
 
AppleCare+ wird in den USA teurer - mittelfristig auch in anderen Ländern?
Bild: Apple.

 

Mit dem MacBook Neo kündigte Apple zu Jahresbeginn zwar einen günstigen Einsteiger-Mobilmac an, der sofort zum Verkaufshit avancierte (viele Millionen verkaufte Einheiten), verlor jedoch durch die darauffolgende Preiserhöhung wieder an Attraktivität. Bei den iPhones wird man abwarten müssen, wie stark die Preiserhöhungen in zwei Monaten ausfallen werden - durch "Apple Intelligence" benötigen die Geräte mehr RAM als zuvor, was in der aktuellen Kostensituation suboptimal ist.

Ob Apple und andere Hersteller die Preiserhöhungen wieder zurücknehmen werden, wenn die RAM-Preise zu fallen beginnen (was derzeit aber nicht absehbar ist), steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt. Die Beliebtheit gebrauchter Geräte und Refurbished-Hardware wächst derweil weiter, zugleich nutzen Anwender ihre bestehenden Geräte einfach länger - auch vor dem Hintergrund, dass die Technologiesprünge von Generation zu Generation immer kleiner werden.