Apple stellt neuen Mac mini mit M6 und M5 Pro vor (5. Update)

25. Aug. 2026 15:15 Uhr - Redaktion

Apple spendiert dem Mac mini einen deutlichen Leistungsschub und weitere Neuerungen. Die neue, heute angekündigte Generation ist wahlweise mit dem im 2-Nanometer-Verfahren gefertigten M6-Prozessor (12 CPU-Kerne, 12 GPU-Kerne, bis zu 32 GB RAM) oder mit dem M5-Pro-Prozessor (bis zu 18 CPU-Kerne, bis zu 20 GPU-Kerne, bis zu 64 GB RAM) ausgestattet. Ebenfalls neu sind Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 (statt Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3) und ein schnellerer Ethernet-Port (2,5 statt 1 Gbit/Sekunde). Die Preise beginnen bei 1049 Euro, die Auslieferung startet Mitte September.

Der Mac mini M6 verfügt über Thunderbolt 4, der Mac mini M5 Pro über das schnellere Thunderbolt 5 (jeweils drei Anschlüsse). Es kommt Apples N1-Chip für Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread zum Einsatz. Optional lässt sich der Rechner mit 10-Gigabit-Ethernet bestellen (Aufpreis: 110 Euro). An allen Modellen des Mac mini können wie gehabt gleichzeitig maximal drei Bildschirme betrieben werden.

Am Gehäusedesign und den weiteren technischen Daten, darunter HDMI-Ausgang, 2x USB-C, 3,5-Millimeter-Audioausgang und maximale SSD-Kapazität (bis zu 2 TB im Mac mini M6 und bis zu 8 TB im Mac mini M5 Pro) änderte sich nichts. Noch unklar ist, ob die neuen Mac-mini-Modelle mit macOS 26 Tahoe oder bereits mit macOS 27 Golden Gate vorinstalliert ausgeliefert werden.

Ärgerlich, aber erwartbar: Aufgrund der immens gestiegenen Kosten für RAM und SSD gibt es keinen Mac mini mehr für unter 1000 Euro (jedenfalls nach den offiziellen-Apple-Preisen; im Handel dürfte das Basismodell des Mac mini M6 perspektivisch für etwa 900 Euro zu haben sein). Die Markteinführung erfolgt laut Apple am 22. September.

 
Mac mini
 
Mac mini jetzt mit M6 und M5 Pro sowie Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.
Bild: Apple.

 

Die Standardkonfigurationen im Überblick:

• Mac mini M6 mit 12-Core-CPU, 12-Core-GPU, duale 16-Core-Neural-Engine, 16 GB RAM, 256 GB SSD, 3x Thunderbolt 4. Preis: 1049 Euro.

• Mac mini M6 mit 12-Core-CPU, 12-Core-GPU, duale 16-Core-Neural-Engine, 16 GB RAM, 512 GB SSD, 3x Thunderbolt 4. Preis: 1269 Euro.

• Mac mini M6 mit 12-Core-CPU, 12-Core-GPU, duale 16-Core-Neural-Engine, 24 GB RAM, 512 GB SSD, 3x Thunderbolt 4. Preis: 1489 Euro.

• Mac mini M5 Pro mit 15-Core-CPU, 16-Core-GPU, 16-Core-Neural-Engine, 24 GB RAM, 512 GB SSD, 3x Thunderbolt 5. Preis: 1999 Euro. Aufpreis für 18-Core-CPU/20-Core-GPU: 220 Euro.

Apple teilte mit: "Der M6 hat eine 12‑Core CPU – zwei Kerne mehr als zuvor – mit der weltweit schnellsten Singlethread Performance. So fühlt sich alles extra flüssig und reaktionsschnell an. Die 12‑Core GPU, ebenfalls mit zwei Kernen mehr als zuvor, kommt jetzt mit Neural Accelerators in jedem Kern – zum ersten Mal bei einem Mac mini. Das sorgt für eine bis zu 4-mal schnellere KI-Performance und eine 2-mal schnellere Grafikleistung als beim Mac mini mit M4.

Außerdem liefert die völlig neue Dual 16‑Core Neural Engine eine bis zu doppelt so schnelle Performance im Vergleich zur vorherigen Generation. In Kombination mit der fortschrittlichen GPU ist der Mac mini ein Powerpaket für alles, was mit KI erledigt werden kann. Mit 16 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher in der Standardkonfiguration, erweiterbar auf bis zu 32 GB, und einer höheren Speicherbandbreite von bis zu 170 GB/s ist Multitasking schneller als je zuvor.

. Der M5 Pro hat eine bis zu 18‑Core CPU mit beeindruckender Multithread Performance und eine bis zu 20‑Core GPU mit einem verbesserten Shader-Kern und Raytracing der 3. Generation für komplexe Aufgaben in 3D Design, VFX und Spieleentwicklung. Mit Neural Accelerators in jedem GPU Kern bringt der M5 Pro auch erhebliche Verbesserungen bei der KI Rechenleistung im Vergleich zum vorherigen Mac mini. [...] Der Mac mini mit M5 Pro unterstützt bis zu 64 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher mit 307 GB/s Speicherbandbreite."

Nachtrag: Die Unterstützung externer Bildschirme im Detail:

M6 unterstützt bis zu drei externe Dis­plays über Thunderbolt und HDMI Anschlüsse:
• Drei Displays: Zwei Displays mit einer nativen Auflösung von bis zu 6K bei 60 Hz oder 4K bei 165 Hz, plus ein drittes Display mit bis zu 5K bei 60 Hz über Thunderbolt oder 4K bei 60 Hz über HDMI
• Bis zu zwei Displays: Ein Display mit einer nativen Auflösung von bis zu 8K bei 60 Hz, 5K bei 120 Hz oder 4K bei 240 Hz, plus ein zweites Display mit bis zu 5K bei 60 Hz über Thunderbolt oder 4K bei 60 Hz über HDMI
• Unterstützt bis zu zwei externe Dis­plays über einen einzelnen Thunderbolt Anschluss

M5 Pro unterstützt bis zu drei externe Dis­plays über jede beliebige Kombi­nation aus Thunderbolt und HDMI Anschlüssen:
• Drei Dis­plays mit einer nativen Auf­lösung von bis zu 6K bei 60 Hz oder 4K bei 165 Hz
• Bis zu zwei Displays: Ein Display mit einer nativen Auflösung von bis zu 8K bei 60 Hz, 5K bei 120 Hz oder 4K bei 240 Hz, plus ein zweites Display mit bis zu 5K bei 120 Hz oder 4K bei 200 Hz
• Unterstützt bis zu drei externe Dis­plays über einen einzelnen Thunderbolt Anschluss

Thunderbolt 4 unterstützt DisplayPort 1.4, Thunderbolt 5 unterstützt DisplayPort 2.1.

2. Nachtrag: Auch beim neuen Mac mini M5 Pro hebt Apple, wie bereits beim Mac Studio M5 Max/Ultra, die Möglichkeit hervor, mehrere Systeme via Thunderbolt 5 zusammenschließen, um diese gemeinsam rechnen zu lassen: "Außerdem können Nutzer mit Thunderbolt 5 mehrere Mac mini Systeme zu einem Cluster verbinden, um große KI Modelle vollständig auf dem Gerät auszuführen."

3. Nachtrag: Ebenfalls neu beim Mac mini M6/M5 Pro ist die Genlock-Unterstützung. "Die neu hinzugefügte Genlock Unterstützung über USB‑C ermöglicht eine präzise Synchronisierung zwischen einem Display und Kameraaufnahmen wie mit einem iPhone 17 Pro", so der Hersteller.

4. Nachtrag: Mit der M5-Serie hat Apple bekanntlich die Namensgebung der Kerne geändert (vgl. MacBook Pro M5 Pro/Max usw.). Bislang war immer von zwei Arten, Effizienz- und Performance-Kernen, die Rede. Mit dem M5 wurden die Performance-Kerne in Super-Kerne umbenannt und gleichzeitig eine neue Kategorie von Kernen eingeführt, die wieder mit "Performance" beschrieben wird. Die Effizienz-Kerne wurden beibehalten.

Zusammengefasst: Apple unterscheidet also zwischen drei unterschiedlich leistungsstarken CPU-Kernen: Effizienz, Performance und Super was in etwa "Stromsparend", "Ausgewogen" und "Höchstleistung" bedeutet. Die alten Performance-Kerne sind die neuen Super-Kerne. Die neuen Performance-Kerne sind energieeffizienter als Superkerne, aber leistungsstärker als Effizienzkerne. Die Effizienzkerne wiederum sind nur in den Basisvarianten (M5, M6) zu finden, nicht jedoch in den Pro/Max/Ultra-Ausführungen.

5. Nachtrag: Der neue Mac mini M6/M5 Pro soll vorinstalliert mit macOS 27.0 Golden Gate auf den Markt kommen.