Das kostenlose, quelloffene Tool anylinuxfs ermöglicht unter macOS das Lesen und Beschreiben von Laufwerken, die mit gängigen Linux-Dateisystemen formatiert sind. Dazu gehören beispielsweise ext2, ext3, ext4, btrfs, XFS und ZFS. Die Installation einer Kernel-Erweiterung ist nicht erforderlich, die Software basiert auf dem libkrun-Mikro-VM-Hypervisor und NFS.
anylinuxfs setzt einen Rechner mit Apple-Prozessor und macOS 15 Sequoia oder neuer voraus. Via Terminal werden auch verschlüsselte Volumes unterstützt. Da die Software nicht von Apple notarisiert ist, muss der erstmalige Progarmmstart via Systemeinstellungen => Datenschutz & Sicherheit freigegeben werden.

Bild: GitHub.
Das Open-Source-Projekt beschreibt die wichtigsten Funktionen wie folgt:
"• Datenträgerverwaltung – Browsen und einbinden von Linux-Partitionen (ext2/3/4, btrfs, XFS, ZFS usw.)
• Sicheres Auswerfen – Externe Laufwerke mit einem Klick ordnungsgemäß aushängen und auswerfen
• Verschlüsselte Laufwerke – Verschlüsselte Volumes mit einer Passphrase, einem Wiederherstellungsschlüssel oder einer Schlüsseldatei entsperren (erfordert eine anylinuxfs-Befehlszeilenschnittstelle mit Unterstützung für --key-file)
• Integrierte VM-Shell – Interaktives Terminal mit Image-Auswahl (Alpine Linux oder FreeBSD)
• Benutzerdefinierte Aktionen – Erstellen und Verwalten von Hooks zum Ein- und Aushängen von Laufwerken mithilfe von Umgebungsvariablen
• Image-Verwaltung – Installieren und Deinstallieren von VM-Images (Alpine Linux, FreeBSD für ZFS)
• Paketverwaltung – Hinzufügen/Entfernen benutzerdefinierter Alpine-Pakete zur Erweiterung der VM-Funktionen
• Echtzeitüberwachung – Live-Anzeige des Mount-Status und Protokoll-Viewer mit Follow-Modus
• VM-Konfiguration – Anpassen von RAM, vCPUs und Protokollausführlichkeit
• System-Tray – Symbol in der Menüleiste mit Schnellzugriff auf Ein-/Ausblenden, Aushängen und Beenden"
Das Projekt mitsamt Quellcode und Dokumentation ist auf GitHub zu finden.
