Das Open-Source-Projekt UTM hat die Fertigstellung der Version 5.0 bekanntgegeben. Das umfangreiche Update für den Emulator und Virtualisierer ergänzt Unterstützung für DirectX 11/12 in Windows-Gastsystemen sowie für Vulkan 1.3 in Linux-Gastsystemen und implementiert die Neuerungen des Virtualisierungs-Frameworks von macOS 27 Golden Gate.
UTM 5.0.8 (die Versionen 5.0.0 bis 5.0.7 dienten dem mehrmonatigen Betatest) setzt macOS 12 Monterey oder neuer voraus. Die komplette Änderungsliste ist auf GitHub zu finden, ebenso der Download. Die Anwendung liegt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und etlichen weiteren Sprachen vor. Die Dokumentation zu UTM gibt es hier.
Zu den wichtigsten Neuerungen teilte das Projekt mit: "DirectX-Grafikunterstützung für Windows: Moderne, beschleunigte Grafik für Windows 11 ist nun erstmals auf UTM verfügbar. Der Treiber befindet sich noch im Versuchsstadium, und die Kompatibilität mit Spielen ist derzeit eingeschränkt.
Vulkan 1.3-Grafikunterstützung für Linux: Vulkan 1.3 wird nun auf Linux-Gastbetriebssystemen mit VirtIO-Venus-Treibern in Mesa unterstützt. Darüber hinaus wird OpenGL 4.1 mit dem neuen Apple Core OpenGL-Backend unterstützt.

Bild: UTM-Projekt.
Snapshots: Speichern Sie Ihre VM zu jedem beliebigen Zeitpunkt und kehren Sie später über den neuen Tab 'Snapshots' zu diesem Zustand zurück. Funktioniert mit QEMU-VMs unter macOS und iOS 26 sowie mit Apple Virtualization-VMs unter macOS 27.
Apple Virtualization unter macOS 27: Leiten Sie USB-Geräte an Ihre VM weiter, aktivieren Sie Secure Boot für Linux, führen Sie eine VM aus, ohne Änderungen zu speichern, und lassen Sie VMs mithilfe neuer Netzwerkmodi miteinander kommunizieren."
UTM ist gleichzeitig eine Virtualisierungssoftware und ein Emulator. Auf Intel-Macs können x86-basierte, auf Apple-Silicon-Macs ARM-basierte Betriebssysteme als Gastsystem eingerichtet werden. Der Emulator kann beispielsweise x86-basierte Betriebssysteme auf Apple Silicon auszuführen (oder ARM64 auf x86) - mit entsprechend geringer Geschwindigkeit bedingt durch die Emulation "Für Entwickler und Enthusiasten gibt es außerdem Dutzende anderer emulierter Prozessoren, darunter: ARM32, MIPS, PPC und RISC-V", so das Projekt.
UTM basiert auf der Open-Source-Software QEMU. "QEMU ist zwar leistungsfähig, kann aber mit seiner Fülle von Befehlszeilenoptionen und Flags schwierig einzurichten und zu konfigurieren sein. UTM wurde entwickelt, um den Benutzern die Flexibilität von QEMU zu bieten, ohne die steile Lernkurve, die damit verbunden ist." UTM unterstützt auch die Virtualisierung über Apples Virtualization Framework.
