Details zu macOS 10.15.1: Änderungen in vielen Bereichen, bestimmte Probleme bestehen weiter

31. Okt. 2019 11:30 Uhr - Redaktion

Mit macOS 10.15.1 ist in dieser Woche das erste große Update für das neue Betriebssystem Catalina erschienen. Es ist mit 4,5 GB sehr umfangreich ausgefallen (das komplette System bringt fünf GB auf die Waage). Inzwischen ist klar: Es gibt etliche undokumentierte Änderungen in vielen Komponenten von macOS Catalina. Allerdings bestehen bestimmte Probleme weiter, unter anderem im Zusammenhang mit HDMI-Verbindungen sowie Datenverluste in Apple Mail.

macOS 10.15.1 enthält neue Versionen von Programmen wie Finder, Bücher, Home, Musik, Kontakte, Home, Automator, Mac-App-Store, TV, Podcasts, Vorschau, TextEdit, Aktivitätsanzeige, Festplattendienstprogramm und Boot-Camp-Assistent. Zu diesen Änderungen schweigt sich Apple allerdings aus, so dass unklar bleibt, welche Fehler in diesen Anwendungen behoben bzw. welche Verbesserungen darin vorgenommen wurden.

Darüber hinaus gab es Änderungen an vielen Frameworks, Bibliotheken, Treibern, am Dateisystem APFS sowie in Komponenten wie Bedienungshilfen, Spotlight und Quick Look. macOS 10.15.1 aktualisiert ferner die EFI-Firmware für bestimmte Mac-Modelle sowie die Firmware des T2-Coprozessors. Auch dazu nennt Apple keine Details.

Wir meinen: Es ist völlig klar, dass in den offiziellen Versionsanmerkungen nicht die komplette Liste mit allen (auch kleinen bis kleinsten) Änderungen aufgeführt werden kann – etwas ausführlichere Informationen wären, vor allem für Admins und Profi-Nutzer, jedoch höchst willkommen. Bei Final Cut Pro X und Logic Pro X wird schließlich auch ausführlich über Bug-Fixes informiert.

 
macOS Catalina
 
macOS Catalina: Viele Bug-Fixes, einige Probleme bestehen aber weiter.
Bild: Apple.

 

Zu den Problemen: Auch in macOS 10.15.1 ist das Booten von FireWire-Laufwerken nicht möglich – es ist inzwischen davon auszugehen, dass dies eine bewusste Änderung seitens Apple ist, die nicht mehr rückgängig gemacht wird.

macOS 10.15.1 aktualisiert die HDMI-Firmware – zumindest bei manchen Besitzern eines 2018er Mac mini scheint dies die HDMI-zu-HDMI-Verbindungsprobleme (schwarzer Bildschirm) zu beheben, nicht jedoch bei allen Usern. Wobei anzumerken ist, dass nicht alle Monitore von der Problematik betroffen sind. Workaround: USB-C-Adapter auf HDMI verwenden.

Außerdem besteht weiter das Problem, dass die externen Grafikkarten Radeon Pro/RX 570/580 am 2018er Mac mini nicht richtig funktionieren (Booten schlägt fehl, Abstürze...), wenn Bildschirme direkt mit der eGPU verbunden sind. Der Zubehörspezialist Sonnet Technologies rät daher weiter davon ab, 2018er Mac minis auf Catalina zu aktualisieren, wenn bestimmte externe Grafikkarten genutzt werden. Workaround: Bildschirme an den Mac mini anschließen.

Und schließlich: Datenverluste in Apple Mail, die in bestimmten Konstellationen – nach Stand der Dinge hauptsächlich mit Exchange-Accounts - auftreten. Erstmal berichtete der Entwickler Michael Tsai über die Problematik, die auch in macOS 10.15.1 Bestand hat. Ein MacGadget-Nutzer schreibt dazu: "Mailbodies mit attachment gehen verloren, wenn sie von einem Exchange online folder nach lokal verschoben werden; Mails mit attachment gehen ganz verloren, wenn sie von einem IMAP-Folder nach lokal verschoben werden." Ein Workaround wird hier beschrieben (Dank an @mnott).

Wie sind Ihre Erfahrungen mit macOS 10.15.1? Wir freuen uns über Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

Nachtrag (16:00 Uhr): Vom Little-Snitch-Hersteller Objective Development: "macOS 10.15.1 Update Fixes Kernel Prelinking".

Kommentare

keine Probleme auf meinem Privatrechner mit 10.15.1, den Dienstrechner lasse ich erst mal auf Mojave (auch wegen der Exchange Probleme).

Apple scheint im Softwarebereich echt am Anschlag zu sein. Sie veröffentlichen iOS 13.2, allerdings ohne das passende Xcode dazu zu liefern - häh? Klar gibts ne Beta, aber mit der kann man nicht einreichen.

Hoffen wir mal, dass sich das alles wieder fängt im den nächsten Wochen.

...ist die Anzahl gravierender Probleme beim Release von Catalina deutlich geringer als bei iOS 13.0, das von vorne bis hinten voll mit Bugs war.

Es war richtig von Apple, das Release von Catalina von Mitte September auf Anfang Oktober zu verschieben. 10.15.1 ist ein sehr solides Update, scheint auch ein wenig die Performance in einigen Bereichen erhöht zu haben.

Die Catalina-Problemfelder (Mail/Exchange, eGPU, HDMI, Catalyst, Notarizing) sind inzwischen bekannt und dürften bald angegangen werden (Betatest 10.15.2).

Dass Xcode seit 3 Wochen nicht aktualisiert wurde, erstaunt aber wirklich sehr.

// Die Catalina-Problemfelder (Mail/Exchange, eGPU, HDMI, Catalyst, Notarizing) sind inzwischen bekannt und dürften bald angegangen werden (Betatest 10.15.2). //

sollte man sowas nicht vor Auslieferung angehen?

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

Auch nach dem Update habe ich weiter den merkwürdigen Zustand, dass willkürlich das ein oder andere zuletzt benutzte Programm nach Booten von alleine startet. In Autostart ist natürlich nix.

Mein MacMini 2018, 32 GB, 3,2 i7 aktualisiert ohne Fehlermeldung - startet dann aber mit dem "Einfahrt Verboten" - Rücksetzen mit TM bleibt als einziger Ausweg.

 

Ideen???

Mike

the AppleMan

Habe heute Catalina installiert. Dauerte ca. 3 Stunden.

Beim Probieren der Apps startete Safari lange nicht. Das Rädchen drehte sich andauernd. Auch der Finder und andere Apps brauchten immer lange. Mail startete überhaupt nicht obwohl die Anzeige es vorgaukelte. Nun startet mail garnicht mehr, kein Punkt in der Anzeige und trotzdem steht ich könnte das Programm beenden. Auch mit "Sofort beenden" (Befehl-Wahl-esc) wird es angezeigt aber mail läßt sich nicht beenden.

Wurden vorher alle Photos angezeigt, fehlen sie jetzt.
Wo sind meine ganzen Videos von iMovie?
"Wo ist?" funktioniert soweit, allerdings wird mein iPad angezeigt aber bewegt sich überhaupt nicht. Erst nach einer Weile macht es einen weiten Sprung auf der Karte. Obwohl mein Sohn damit bereits daheim war zeigte es noch eine Entfernung von hundert Meter.

Andere Programme dürften soweit funktionieren; sie lassen sich zumindest starten. Ob sie korrekt laufen wir sich zeigen wenn ich damit arbeite.

Gruß Franz

Ein clean install ist eh immer empfehlenswert, aber ich habe das Gefühl dieses mal ist es Pflicht. Hab Ihr einen gemacht?

… durchgeführt und habe diese Probleme, wie z.B.  IMAP etc., nicht. 

Ich habe hier andere kleine Problemchen, dass z.B. das Menü für die angelegten VPN-Verbindungen nicht immer vollständig ist, zu weilen ist das Menü sogar ganz leer. Die VPN-Konfigurationen sind aber noch da und wenn ich eine solche über die Netzwerkeinstellungen wähle und "verbinden" klicke, dann erscheinen die VPN-Konfis auch wieder alle im Menü… nicht schön, aber auch kein Drama.

Anders als von vielen hier berichtet, habe ich auch eigentlichen auch eine ganz gute Meinung zu Catalina - ich finde es ausgesprochen gut gelungen und stabil ¯\_(ツ)_/¯  

 

An der Stelle hier meine generelle Vorgehensweise bzgl. OS-Upgrades:

Mein System und mein Benutzerprofil hat sein Ursprung aus OS x 10.7 und seit dem habe ich das System quasi immer wieder aktualisiert, mal mit der Beta-Version, mal erst mit den finalen Versionen. 

Von jeher starte ich eine Systeminstallation aber immer per externes Volumen (Installationsstick), unterziehe der Festplatte zuvor immer einer Untersuchung (Festplattendienstprogramm), leere Caches (z.B. min 1x sicherer Systemstart, etc.) und halte den Rechner während der Installation von allen anderen Hardware-Anschlüssen isoliert. Zudem führe ich Minor-Updates nur via Combo-Updater durch. 

Es ist aus meiner Sicht sogar eine hilfreiche/empfehlenswerte Maßnahme vor einem System-Upgrade noch mal das letzte Combo-Update drüber laufen zu lassen. Mache ich z.B. bei Kundenrechnern so, wo ich den Zustand und die Historie des Macs nicht kenne. 
Es hat nie einen eklatanten Ausfall gegeben. 

In den letzten Jahren habe ich darüber hinaus aber festgestellt, dass es meistens die Software von sogenannten großen Entwicklern ist, die Stunk im System macht. Das fängt bei Adobe an hört bei irgendwelchen System-Optimierern auf.
Vor dem Update von Catalina habe ich meine System vorher noch mal auf 32bit Programme und deren Reliquien durchsucht und manuell entfernt. 

Wenn man sich auf das Wagnis einlässt, "beta-software" zu testen sollte man möglichst alles tun, um den Weg zu ebenen und seinen Mac in einen definierten Zustand zu bringen. Gerade bei Catalina war es auch klar, dass es enorme Umstellungen im Systembereich geben wird, weil man die Sicherheitsarchitekturen und viele API umgebaut hat.

Ein OS-Upgrade war und ist noch nie eine Lappalie gewesen und es lohnt sich daher meiner Meinung nach, dass man vorher etwas Zeit investieren sollte.

Nur das es nicht falsch verstanden wird, ich will hier keineswegs Apple aus der Schusslinie nehmen, aber es spielen zu viele Faktoren eine Rolle, die halt denn zu diesem oder jenem Ergebnis führen können. Da ich mit meiner Vorgehensweise hier bisher gut gefahren, wollte ich diese Erfahrungen hier einfach mal kundtun.

Die u.a. von mir beschriebenen Probleme mit Exchange und verlorenen Mail bodies treten (bei mir) nach dem Update nicht mehr auf. Ich verwende seit einigen Tagen Mail wieder direkt, ohne Umweg über Outlook.

 Auch andere Probleme wie etwa massive CPU Nutzung sind verschwunden.