Macs mit Apple-Prozessoren: Bildbearbeitung GraphicConverter ist bereit

15. Juli 2020 15:00 Uhr - Redaktion

Zu den ersten Programmen, die die kommenden Macs mit Apple-Prozessoren unterstützen, gehört die beliebte Bildbearbeitungssoftware GraphicConverter. Wie der Hersteller Lemke Software mitteile, läuft das Mac-Urgestein ab sofort native auf der ARM-Architektur.

"Ich habe inzwischen den GraphicConverter 11 fast komplett an den neuen ARM-Prozessor angepasst. Das Apple DTK hat mir als Entwickler hierbei sehr geholfen. Das größte Problem war und ist, dass alle externen Frameworks und Bibliotheken für ARM kompiliert werden müssen. Leider sind noch nicht alle Entwickler soweit", erläutert der GraphicConverter-Chefentwickler Thorsten Lemke gegenüber MacGadget.

 
GraphicConverter
 
GraphicConverter an Macs mit Apple-Prozessoren angepasst.
Foto: Lemke Software.

 

Eine ARM-native Betaversion des GraphicConverter 11 ist ab sofort für Tester verfügbar - als Universal Binary mit x86- und ARM-Code. Noch fehlende Funktionen wie die Gesichtserkennung oder der Im- und Export im JPEG2000-Format sollen schrittweise implementiert werden. "Eine native Version wird somit passend zum Release der ersten ARM-Macs im Winter bereit stehen", so Lemke weiter.

Apple will die ersten Macs mit ARM-basierten Prozessoren im vierten Quartal auf den Markt bringen. Eine Ankündigung wird für Oktober oder November erwartet.

Zum Thema:

Macs mit Apple-Prozessoren: Häufig gestellte Fragen und Antworten (07. Juli)

Update für Bildbearbeitung GraphicConverter: Erweiterte Formatunterstützung, neue Funktionen (04. Mai).

Kommentare

Das ist mal lobenswert. Die Ankündigung mit dem Wechsel zu ARM erfolgte vor weniger als einem Monat, dann hat es noch gedauert bis das DTK eingetroffen ist, und schon läuft ein Großteil des Programms auf einer völlig anderen Prozessorarchitektur. Respekt, Herr Lemke.

Ich denke, dass alle Entwickler mit Hochdruck an ARM-Versionen ihrer Mac-Programme arbeiten. Wer sich früh positionieren kann, gewinnt einen Vorsprung vor seinen Wettbewerbern.

@ Oliver

Die Erfahrung zeigt leider was anderes. 2006  und 07 wurden die Macs auf 64-bit-Prozessoren umgestellt. Was gab das letztes Jahr für ein Geschrei, als manchem klar wurde, Apple macht endlich Ernst und streicht die Unterstützung für 32-bit. Wozu sich Mühe machen, wenn der olle Kram noch funktioniert? Es gibt doch bis auf weiteres Rosetta 2.

Ok, ersetz das Wörtchen "alle" durch "viele". Ich denke, wer mit seinen Produkten auch in Zukunft eine Rolle auf dem Markt spielen und nicht nur einfach noch mit wenig Mühe ein wenig Umsatz abschöpfen will, wird schon ernsthaft an nativen ARM-Versionen seiner Software arbeiten. Der Wettbewerb ist ja heute auch in vielen Bereichen sehr stark. Adobe zB kann sich mE heute zumindest bei EBV-Software keine Faulheiten mehr erlauben.