macOS Monterey: Mehrere neue Funktionen setzen Apple-Prozessor voraus

11. Juni 2021 15:00 Uhr - Redaktion

In unserem ausführlichen Artikel zu macOS Monterey 12.0 hatten wir bereits darauf hingewiesen, dass einige der Neuerungen einen Apple-Chip erfordern. Es handelt sich dabei um insgesamt sieben neue Funktionen, darunter die Erkennung von Text in Bildern (mit der Möglichkeit, den Text herauszukopieren) und der Portraitmodus für FaceTime. Diese Funktionen nutzen spezielle Befehle der Apple-Prozessoren (hauptsächlich in der Neural Engine) und werden parallel in macOS und iOS/iPadOS implementiert.

Folgende neue Funktionen in macOS Monterey erfordern einen Apple-Chip:

• FaceTime: Der Porträtmodus nutzt die 16-Core-Neural-Engine im M1-Chip für einen Videoeffekt, der den Hintergrund von Nutzern weichzeichnet.
• Live Text: Diese neue Funktion nutzt maschinelles Lernen via Neural Engine, um Text in Fotos zu erkennen, einschließlich Telefonnummern, Websites, Adressen und Tracking-Nummern, so dass Benutzer kopieren und einfügen, einen Anruf tätigen, eine Website öffnen und einfach weitere Informationen finden können.

• Kontinuierliches Diktieren: Beim Diktieren auf dem Gerät können Sie beliebig lange Texte ohne Timeout diktieren (bisher auf 60 Sekunden begrenzt).
• Diktieren auf dem Gerät: Das Tastaturdiktat verbessert sich mit der Nutzung des Geräts und wird mit der Zeit personalisiert. Das Diktieren auf dem Gerät hilft, Ihre Privatsphäre zu schützen, da die gesamte Verarbeitung vollständig offline erfolgt.

 
macOS Monterey
 
macOS Monterey: Eine Funktionen setzen einen Apple-Prozessor voraus.
Bild: Apple.

 

• Interaktiver Globus: Entdecken Sie die natürliche Schönheit der Erde mit einem reichhaltigen und interaktiven 3D-Globus, einschließlich deutlich verbesserter Details für Bergketten, Wüsten, Wälder, Ozeane und mehr.
• Erkunden Sie Städte wie San Francisco, Los Angeles, New York und London mit noch nie dagewesenen Details für Höhenlagen, Straßen, Bäume, Gebäude, Wahrzeichen und mehr.
• Neuronale Text-zu-Sprache-Stimme in mehr Sprachen: Die neuesten neuronalen Text-zu-Sprache-Stimmen sind jetzt in mehr Sprachen verfügbar.

Dies verdeutlicht einen weiteren Vorteil des Wechsels von Intel- auf Apple-Prozessoren: Der Mac-Hersteller kann Chips für geplante Systemfunktionen maßgeschneidert entwerfen, so dass die Software höchstmöglich optimiert läuft. So wie wir dies von iPhone und iPad seit vielen Jahren kennen. Mit Prozessoren von der Stange (Intel) sind solche Vorhaben nur mit erheblich größerem Aufwand umsetzbar.

Diesbezüglich ist macOS Monterey 12.0 erst der Anfang. Neue Funktionen kommender macOS-Versionen werden noch viel stärker auf Apple-Chips (M1 und kommende Varianten und Generationen) abgestimmt sein, was wiederum dazu beiträgt, den Mac stärker von der Windows-Konkurrenz abzuheben. Der Apple-Eigenentwicklung Neural Engine kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Kommentare

Ich könnte mir vorstellen, das der bei Live-Text (und wer kann schon sagen wo sonst noch) auch eine Rolle spielt. Die hohe Leistung, der niedrige Energiebedarf und spezielle Komponenten wie ISP oder Neural Engine... ergeben jetzt schon in Kombi mit MacOS ein prima Paket, von dem was es in ein paar Jahren gibt ganz zu schweigen. Es bleibt spannend.

Apple ist ein Hardware Hersteller und neue Funktionen setzen neue Hardware voraus. Wie sonst will Apple an Geld kommen ? Wie Facebook oder Google eure Daten verkaufen ? 

Apple kann jetzt eben beim Mac alles aus einer Hand anbieten und entwickeln und hat volle Kontrolle. Intel hat einen feuchten Furz auf die Bedürfnisse von Apple gegeben "Hier ist der Katalog mit Chips die wir haben. Friss oder stirb".

Allein der Lowend-Chip M1 lässt Intel ziemlich schlecht dastehen. Und wenn demnächst der M1x oder M2 kommt, geht die Party erst richtig los.

Im Nachhinein überrascht es eigentlich nur, dass Apple so lange mit dem Wechsel der Prozessoren gewartet hat.

hätte früher geschehen können. Aber als zum ersten mal die möglichen Pläne geäussert wurden, waren fast alle entsetzt: Apple kannste vergessen..., die drehen sich nur um sich selbst..., ...dann war das mein letzter Mac etc.

Ich selbst kam ins Zweifeln, als ich die Benchmarks der iPad Pro 2015, 2017 und 2018 verglich, jeweils verdoppelte Werte. Spätestens die der 2018er waren im Bereich besserer Computer. Dass es allerdings so gut werden würde, hatte ich auch nicht erwartet.