Neues MacBook Pro: Details zu SD-Slot und Schnellladefunktion

21. Okt. 2021 18:00 Uhr - Redaktion

Drei Ergänzungen zur neuen MacBook-Pro-Generation, die Apple am Montag vorgestellt hat. Erstens: Der Slot für SDXC-Speicherkarten basiert auf den UHS-II-Spezifikationen und erreicht Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 312 MB pro Sekunde. Entsprechende Karten gibt es beispielsweise von SanDisk und Lexar (Amazon-Partnerlinks). Der Slot ist abwärtskompatibel, es können also auch langsamere SD- und SDXC-Karten genutzt werden.

Zweitens: Die neuen 14,2-Zoll- und 16,2-Zoll-Modelle lassen sich sowohl per magnetischem MagSafe-3-Anschluss als auch per Thunderbolt-Port aufladen. Schnelles Laden - 50 Prozent in rund 30 Minuten - klappt beim 14,2-Zoll-MacBook-Pro mit beiden Anschlüssen (MagSafe 3 und Thunderbolt), beim 16,2-Zoll-MacBook-Pro ist dies auf auf MagSafe 3 beschränkt, was daran liegt, dass Thunderbolt für maximal 100 Watt konzipiert ist, dem großen MacBook Pro aber ein 140-Watt-Netzteil beiliegt - das schafft nur MagSafe 3.

 
MacBook Pro
 
Das neue MacBook Pro mit 14,2 und 16,2 Zoll.
Bild: Apple.

 

Das 140-Watt-Netzteil ist für seine Leistung übrigens recht kompakt, was daran liegt, dass es mit Galliumnitrid- statt Silizium-Transistoren bestückt ist - eine Premiere bei Apple-Netzteilen.

Kommentare

Super, dass man wieder den internen Speicherplatz bei Bedarf über Karten erweitern kann. Das habe ich bei den letzten MBP wirklich vermisst.

Was sind denn so die maximalen Kapazitäten bei SDXC?

Früher gab es mal Karten, die fast bündig mit dem Gehäuse abgeschlossen haben, also nicht herausgeschaut haben. Gibt es sowas noch?

... ist das nicht eher bloß ein Nischenbedarf, der damit abgedeckt wird? SDXC ist vielleicht für Fotografen interessant. Wer vertraut denn solch anfälligen Kärtchen wichtige Daten an, und das gar dauerhaft?

Ich würde meinen, eine NVMe im kompakten, externen TB3-Gehäuse wäre sinnvoller. Schreibraten von 1.500 MB/s sind damit kein Problem, Platz nehmen sie auch keinen weg, und sie sind sogar schnell genug für den Videoschnitt unterwegs. Eine Erweiterung des internen Speichers um 2 TB ist damit schon lange möglich.
SDXC-Karten gibt es jedoch erst bis 1 TB (der Standard spezifiziert Gößen bis 2 TB). Dafür kosten sie trotz unterlegener Technik derzeit ziemlich genau doppelt so viel wie gleich große NVMes. Außer man braucht viele kleinere Wechselkärtchen ist man m. E. mit letzteren preiswerter, praktischer und zudem auch noch deutlich schneller unterwegs.

Ernstgemeinte Fragen: Wo liegt der Vorteil des internen Kartenslots? Was für einen Zusatznutzen (außer dem o.g.) hat man damit?

Nebenbei erwähnt liegen gute, kompakte GaN-Multinetzteile inzwischen jenseits der 240 Watt. Das Teil, das Apple da anbietet, ist überhaupt nichts besonderes oder bemerkenswertes, sondern schlichtweg Durchschnitt. Dürfte auch eher schwer werden, oberhalb eines Mindestqualitätsniveaus noch irgendetwas anderes als GaN zu finden, heutzutage ... Ist halt aktueller Stand der Technik.

... quasi wie eine Diskette. Ist besser als ein USB Stick, weil man keinen Dongle braucht, und die meisten Rechner haben einen Slot.

Und nein, ich der Cloud speichern nur die, die vernünftiges Internet haben und keine Angst haben ihre Inhalte mit der Welt zu teilen (im Ernstfall).

Als rotierendes Backupmedium finde ich es auch sehr praktisch.

Es ist immer gut Optionen zu haben.

Ein TB3-Enclosure (gleich welcher Größe) kann man an jeden halbwegs modernen Rechner direkt anstecken. Die, die ich meine, sind so groß wie USB-Sticks. Die Schnittstelle stammt aus 2015!

SD(XC)-Cards sind ebenso datensicher wie Disketten. Was so viel heißt wie: Gar nicht. Aus 20 Jahren praktischer Erfahrung mit den Dingern, bevorzugt denen namhafter Hersteller wie SanDisk, Toshiba, Transcend, Panasonic, ziehe ich für mich persönlich den Schluss, sie höchstens für vorübergehende Datentransfers einsetzen zu wollen, und auch das nur mit größter Vorsicht.
Keinesfalls eignen sie sich als zuverlässige Bootmedien für SBCs oder gar für Backups. Jedenfalls nicht, wenn einem die eigenen Daten irgendetwas wert sind. (Was nicht weiter verwundert, wenn man die zugrundeliegende Technik betrachtet.)
Aber das muss jeder selbst wissen und für sich entscheiden.

Optionen zu haben ist gut, ja. Aber hier ist m. E. ohne signifikanten Nutzen für die Mehrheit eine anfällige Schnittstelle ins Gehäuse integriert, an deren Stelle ein vierter TB4-Port die deutlich bessere Wahl gewesen wäre. Mechanisch zuverlässiger, aktueller, variabler, erheblich flexibler einsetzbar. Auf mich wirkt dieser SD-Slot wie ein Diskettenlaufwerk in einem PC aus 2021: antiquiert und leider auch vollkommen deplatziert. Aus der Zeit gefallen.