Final Cut Pro für den Mac wird es ab Ende Januar im Rahmen des Bundles Creator Studio erstmals auch als Abonnement geben. Gleichzeitig erhält die Videobearbeitungssoftware mehrere KI-gestützte Neuerungen, darunter eine Transkriptsuche, eine visuelle Suche und eine Beat-Erkennung. Diese Funktionen werden auch Nutzern der - auch künftig erhältlichen - Kaufversion zur Verfügung gestellt, wie Apple jetzt bestätigte.
"Die gleichen Funktionen und Merkmale – visuelle Suche, Transkriptsuche, Beat-Erkennung – werden auch in der einmalig zu erwerbenden Version enthalten sein, die Sie heute haben. Sie wird aktualisiert und funktioniert dann genau so, wie Sie es erwarten", sagte Bryan O’Neil Hughes, Manager Produktmarketing bei Apple, dem Magazin "Cined".
Apple beschreibt diese Funktionen wie folgt: "Mit der Transkriptsuche auf Mac und iPad können Nutzer ab sofort ganz einfach das perfekte Soundbite in stundenlangem Material finden, einfach indem sie Sätze in die Suchleiste eingeben, worauf exakte oder ähnliche Ergebnisse angezeigt werden. So lassen sich Video-Podcasts und Interviews schnell zusammenstellen, ohne zeitaufwändiges Suchen im Videomaterial.
Auch die Suche nach einem bestimmten Videoclip wird durch die visuelle Suche intelligent unterstützt. Nutzer können jetzt schnell bestimmte Momente im gesamten Videomaterial gezielt finden, einfach indem sie nach einem Objekt oder einer Aktion suchen, und das passende Visual dann in Sekundenschnelle zu ihrer Zeitleiste hinzufügen.

Bild: Apple.
In Final Cut Pro für Mac und iPad geht das Schneiden von Videos zum Rhythmus von Musik jetzt noch schneller und macht noch mehr Spaß – dank Beat-Erkennung, einer ganz neuen Art, um Beats, Takte und Songteile direkt in der Projekt-Timeline zu sehen. Beat-Erkennung nutzt ein KI-Modell von Logic Pro, um Musik-Tracks sofort zu analysieren und das Beat Grid anzuzeigen. So können Nutzer, die Videos mit schnellem Tempo erstellen, den Schnitt sofort und visuell an der Musik ausrichten. Auch das erneute Schneiden von Musikspuren auf unterschiedliche Längen ist jetzt einfacher denn je."
Eine Neuerung (Montageersteller) bleibt zumindest vorerst gänzlich der Abo-App fürs iPad vorbehalten: "Mit dem neuen Montageersteller in Final Cut Pro für iPad können Nutzer schnell und einfach Videos erstellen. Montageersteller nutzt die Power von KI, um Videomaterial zu analysieren und basierend auf den besten visuellen Momenten ein dynamisches Video zusammenzustellen. Nutzer können das Tempo ändern, zu einer Musikspur schneiden und Videos im Querformat mit automatischem Zuschneiden intelligent zu Hochformat ändern. So wird das Teilen auf Social Media Plattformen noch einfacher", so Apple.
Final Cut Pro für Apple-Tablets kann künftig nicht mehr einzeln gemietet werden (bislang 4,99 Euro/Monat), sondern nur noch über das Creator-Studio-Bundle (12,99 Euro/Monat). Auch das neue Pixelmator Pro für iPads gibt es nur via Creator Studio und nicht einzeln (im Gegensatz zur weiterhin als Einmalkauf erhältlichen Mac-Version von Pixelmator Pro).
Als Fazit lässt sich festhalten, dass nun auch Apple verstärkt Software-Abos forciert, was jedoch keine große Überraschung sein dürfte. Positiv hervorzuheben ist, dass die Kaufversionen (dauerhaft nutzbare Lizenzen) von Final Cut Pro mitsamt Compressor und Motion (ebenso Logic Pro mitsamt MainStage) für den Mac beibehalten und weiterhin mit neuen Funktionen versorgt werden. Einen kleinen Haken gibt es aber: Nicht näher beschriebener "Premium Content" für Final Cut Pro soll künftig Creator-Studio-Abonnenten vorbehalten bleiben.
Die Situation bezüglich iWork hatten wir bereits beleuchtet: Die bisherige Grundfunktionalität in Pages, Numbers und Keynote (sowie Freeform) gibt es weiterhin kostenfrei, die KI-gestützten Neuerungen erfordern das - rein optionale - Creator-Studio-Abo.
