darktable, eine kostenlose Software zur Verwaltung, Entwicklung und Bearbeitung von Rohdatenfotos (RAW), ist in der Version 5.6 erschienen. Es handelt sich dabei um ein umfangreiches Update, das optionale KI-Funktionen ergänzt, viele Fehler behebt und Verbesserungen für Leistung, Benutzeroberfläche und Format-Unterstützung enthält.
Das Open-Source-Projekt teilte zu den Neuerungen in darktable 5.6 mit: "Ein optionales KI-Subsystem wurde hinzugefügt. KI-Funktionen sind in den Einstellungen standardmäßig deaktiviert und können während des Betriebs ohne Neustart aktiviert werden. Ein KI-Objektmaskierungs-Werkzeug wurde im Maskenmanager der Dunkelkammer hinzugefügt. Unterstützt sowohl Vordergrund- als auch Hintergrund-Promptpunkte mit iterativer Verfeinerung.
In der Seitenleiste von Lighttable/Darkroom wurde ein Modul zur neuronalen Bildwiederherstellung hinzugefügt, das drei KI-basierte Funktionen abdeckt: Rauschunterdrückung bei RAW-Dateien, Rauschunterdrückung und Hochskalierung. Das Modul 'ColorHarmonizer' wurde hinzugefügt, das Farbharmonie-Korrekturen im UCS-Farbraum vornimmt und dabei die Farbtöne in Richtung einer Zielharmoniestruktur (Komplementär, Split-Komplementär, Triadisch, Tetradisch usw.) verschiebt."
Die weiteren Verbesserungen, die neu unterstützt RAW-Formate sowie die vorgenommenen Fehlerkorrekturen und weiteren Änderungen werden in den Versionsanmerkungen beschrieben. darktable 5.6 läuft ab macOS Ventura 13. Es gibt zwar noch einen x86-Build, Intel-Macs werden jedoch offiziell nicht mehr unterstützt.

Bild: darktble Project.
Das mehrsprachige darktable stellt viele Funktionen für die Verwaltung ("Leuchttisch") und die nicht-desktruktive Entwicklung und Bearbeitung ("Dunkelkammer") von RAW-Fotos zur Verfügung. Außerdem bietet darktable Geodaten-Unterstützung, Anbindung von Kameras an den Mac ("Tethered Shooting"), Erstellung von Slideshows, Unterstützung für die Skriptsprache Lua zur Erzeugung von skriptbasierten Workflows, ein Modul zur Farbrekonstruktion, Unterstützung für ICC-Farbprofile und eine Funktion zum Aufspüren und Vergleichen von Bildduplikaten.
Wie jedes quelloffene Projekt lebt auch darktable von Fehlerberichten, Verbesserungsvorschlägen und Mitarbeit bei Programmierung, Übersetzungen und Erstellung der Dokumentation. Allerdings fehlt weiterhin die Notarisierung durch Apple, so dass der erstmalige Start über die Systemeinstellungen (Bereich "Datenschutz & Sicherheit") vom Anwender freigegeben werden muss (die Notarisierung von Mac-Programmen erfordert eine kostenpflichtige Vollmitgliedschaft im Apple-Entwicklerprogramm, auch von rein ehrenamtlich arbeitenden Open-Source-Projekten verlangt der Hersteller Geld dafür).
