Der Entwickler Kushal Sunil Pandya hat den kostenfreien, für lokale Bibliotheken konzipierten Musikplayer Petrichor in der Version 1.6 mit mehreren Neuerungen veröffentlicht. Dazu gehören eine neue, moderne Wiedergabe-Engine, ein Mini-Player, intelligente Wiedergabelisten und Automation via Siri und Kurzbefehle.
Der Autor teilte zu den Neuheiten mit: "Crescendo integriert, ein neues Wiedergabe-Backend, das auf modernen AVFoundation-APIs basiert und eine lückenlose Wiedergabe, Unterstützung für räumliches Audio sowie eine verbesserte Stereobreite ermöglicht. Hinweis: Es befindet sich derzeit in der Beta-Phase und ist optional aktivierbar; in der nächsten Version wird es zur Standardeinstellung.
Mini-Player mit integrierter Wiedergabeliste und Liedtexten hinzugefügt. Immersive-Modus mit integrierter Wiedergabeliste und Liedtexten hinzugefügt. Unterstützung für die Erstellung intelligenter Wiedergabelisten mit konfigurierbaren Regeln hinzugefügt. Unterstützung für das Zusammenführen doppelter Interpreten, Alben und Komponisten hinzugefügt. Automatisierungs-API für Shortcuts, Spotlight und Siri hinzugefügt."
Unterstützung für Lokalisierungen sowie zahlreiche Detailverbesserungen und Problembehebungen runden die Aktualisierung ab. Die Versionsanmerkungen mit allen Änderungen sind auf GitHub zu finden (zwischenzeitlich wurde die Version 1.6.1 mit einigen Fehlerkorrekturen nachgereicht).
Petrichor setzt macOS Sonoma 14 oder neuer voraus und unterstützt die folgenden Formate: MP3, AAC/M4A, WAV, AIFF, AIF, ALAC, Ogg Vorbis, Speex, Opus, FLAC, APE, MPC, TTA, WV, DSF/DFF, MOD, IT, S3M, XM, AU. Laut dem Autor soll das Programm auch mit großen Musikbibliotheken zurechtkommen. Die Anwendung selbst ist recht schlank und hat einen Dateiumfang von rund 40 MB und bietet übliche Funktionen wie Wiedergabelisten, Menüleistensteuerung, Darstellung von Liedtexten und Favoriten. Außerdem können Wiedergabelisten im M3U-Format im- und exportiert werden. Anbindung an Last.fm ist ebenso vorhanden.

Bild: Kushal Sunil Pandya.
Der Autor beschreibt seine Motivation zur Entwicklung von Petrichor wie folgt: "Ich habe eine große Sammlung von Musikdateien, die ich über die Jahre zusammengetragen habe, und mir fehlte ein guter Offline-Musikplayer für macOS. Ich habe mehrere kostenlose und kostenpflichtige Optionen ausprobiert, aber mir fehlten die Einfachheit und die Funktionen, die man normalerweise in Streaming-Apps findet. Also habe ich Petrichor entwickelt, um dieses Bedürfnis zu befriedigen und dabei Swift und die Entwicklung von macOS-Apps zu lernen!"
"Sobald Ordner mit Musikdateien hinzugefügt wurden, scannt die App diese, extrahiert die erforderlichen Metadaten und füllt die SQLite-Datenbank. Die App verändert Ihre Musikdateien nicht, sondern liest nur aus den von Ihnen hinzugefügten Verzeichnissen", so der Autor weiter.
Für die Zukunft plant der Entwickler weitere Funktionen, darunter AirPlay-2-Unterstützug und die Wiedergabe von Radio-Streams. Anwender können sich in die Entwicklung von Petrichor einbringen und auf GitHub Verbesserungsvorschläge und Problemberichte veröffentlichen. Bislang liegt Petrichor nur auf Englisch vor.
