RAM-Knappheit: Apple streicht 512-GB-Option beim Mac Studio

06. März 2026 12:00 Uhr - Redaktion

Seit Ende letzten Jahres sind die Preise für Arbeitsspeicher infolge einer deutlich stärkeren Nachfrage von Rechenzentren mitsamt Verknappung (die Produktionslinien der Hersteller sind voll ausgelastet) dramatisch gestiegen. Zum Vergleich: 32 GB DDR5-RAM kosteten im vergangenen Sommer im Handel rund 100 Euro - inzwischen sind es um die 400 Euro. Apple reagiert auf die Situation nun bei den Mac-Studio-Konfigurationsoptionen.

Seit dieser Woche kann der Mac Studio nicht mehr mit 512 GB Arbeitsspeicher bestellt werden. Der Aufpreis für 256 GB RAM wurde deutlich erhöht, zudem ist die Lieferzeit der Konfigurationen mit 128 und 256 GB auf Mitte Mai gestiegen. Apple hat bei den Zulieferern zwar eine sehr starke Position und eine eigentlich hohe Preissetzungsmacht, gegen die aktuelle Verknappung ist jedoch auch der Mac- und iPhone-Hersteller ziemlich machtlos.

 

Mac Studio
 
Mac Studio: M3 Ultra derzeit ohne 512-GB-RAM-Option.
Bild: Apple.

 

Wann sich die Situation entspannen wird, ist noch nicht abzusehen. Die RAM-Hersteller arbeiten zwar an der Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten, diese lassen sich jedoch nicht von heute auf morgen umsetzen. Apple dürfte jedoch die 512-GB-Option wieder anbieten, sobald es machbar und preislich halbwegs akzeptabel ist - vielleicht auch im Zuge der Ankündigung eines aktualisierten Mac Studio auf Basis der Prozessorserie M5.

Für Smartphones, Tablets, Notebooks und Desktops mit weniger RAM (8, 16, 24 GB...) ist die Situation aktuell noch nicht dramatisch, auch weil Hersteller wie Apple mit langjährigen Lieferverträgen arbeiten, die eine gewisse Preisstabilität garantieren. Falls das hohe Preisniveau jedoch bis ins nächste Jahr anhält, könnte es auch bei mobilen Endgeräten zu Preissteigerungen kommen.