Google behält die hohe Frequenz bei den Sicherheitsaktualisierungen für den marktführenden Web-Browser Chrome bei. Das zweite Update in dieser Woche beseitigt nach Herstellerangaben vier Schwachstellen, die mit hohem Schweregrad eingestuft, jedoch bislang nicht aktiv ausgenutzt werden. Erst wenige Tage zuvor wurden zwölf Sicherheitslücken in Chrome behoben.
Die nun behobenen Schwachstellen ermöglichen es Angreifern unter Umständen, das Programm mittels manipulierter Web-Seiten zum Absturz zu bringen oder sogar Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Betroffen sind Komponenten wie die Render-Engine Blink und die Codecs-Unterstützung. Chrome-Nutzer sollten verfügbare Updates daher laut Google immer zeitnah einspielen.
Die Aktualisierung auf die Version 150.0.7871.187 kann mit dem Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Das komplette Chrome-Installationspaket ist auf dieser Web-Seite erhältlich.

Bild: Google.
Der Web-Browser setzt macOS Monterey 12 oder neuer voraus und basiert auf Googles Open-Source-Projekt Chromium, das unter anderem aus der Render-Engine Blink und der JavaScript-Engine V8 besteht. Ein Google-Account wird für die Nutzung von Chrome nicht zwingend benötigt, dieser dient unter anderem zur Synchronisierung von Browserdaten zwischen mehreren Installationen. Die deutschsprachige Dokumentation gibt es hier.
Der marktführende Web-Browser Chrome steht ständig im Fokus der Sicherheit. Neu entdeckte Schwachstellen betreffen eine riesige Anzahl an Anwendern (Schätzungen zufolge hat Chrome zwei bis drei Milliarden Nutzer auf Desktops, Laptops sowie ChromeOS- und Android-Geräten) und bieten dadurch eine enorme Angriffsfläche für Attacken. Entsprechend haben die regelmäßig von Google bereitgestellten Sicherheitsupdates eine hohe Bedeutung - auch auf dem Mac.
Die nächste Chrome-Hauptversion (151) erscheint voraussichtlich in der nächsten Woche und erhöht die Mac-Systemanforderungen (auf macOS 13 und höher).
